
Australien 09.07.1994 - 12.10.1994
Kings Canyon, Tennant Creek, Mount Isa, Townsville, Cairns, Daintree, Mackay, Rockhampton, Brisbane, Sydney
Um an die Ostküste zu gelangen mussten wir wieder zurück nach Tennant Creek, unterwegs haben wir noch eine Mine besichtigt, und sind dann abgebogen nach Mount Isa, ebenfalls wieder eine Minenstadt, die hier aber noch intakt ist.Wer die Karte von Australien sieht kann vielleicht erahnen, dass das alles insgesamt tausende von Kilometern sind, die gefahren werden müssen.Also immer wieder Zwischenübernachtungen teilweise an Tankstellen im Nirgendwo.Mount Isa selbst ist riesig, wir haben hier ein Museum besichtigt und eine Mine; Bevor es über das weitere staubige Outback und Charters Towers zur Ostküste nach Townsville ging. Charters Towers berühmt aus den alten Goldgräberzeiten mit vielen historischen Gebäuden.
In Townsville dann auch wieder etliche Museen und Galerien. Wir haben auch einen Ausflug zur vorgelagerten Insel Magnetic Island (wurde so benannt weil die Kompassnadel des alten Kapitän Cook bei der Landung abgelenkt wurde) gemacht. Da kann man sehr schön wandern, Koalas sehen, Hügel erklimmen mit schönen Ausblicken über Meer und Land.
Von Ingham aus machten wir noch einen Abstecher zu den Wallaman Falls im Girringun-Nationalpark, erst normale Straße entlang, dann aber noch ein Stück Schotterpiste. Oben wieder ein schöner von der Nationalparkverwaltung geführter Campingplatz. Da haben wir erst mal übernachtet bevor es zu dem ca. 300 m herabfallenden Wasserfall ging. Dazu mussten wir in Serpentinen den Berg herunter und unten wurden wir dann bestäubt von dem feinen Niesel des Wasserfalles. Überall auf dem Weg stehen Schilder short cutting causes erosion, aber keiner schein das zu verstehen oder will es nicht, kein Wunder also wenn beim nächsten regen der ansonsten gute Weg weggespült wird. Wir konnten dann hier auch mal einen Cassowary sehen, eine australischer Straußenvogel.
Das Klima leicht tropisch gut auszuhalten.
Da wir ja die Ostküste weiter erkunden wollten ging es als nächsten hoch in den Norden nach Cairns. Das war denn auch wieder sehr touristisch, liegt doch hier das Great Barrierreef fast direkt vor der Haustür.Alle Arten von Unterkünften, für jeden ist etwas dabei. Wir entschieden uns für einen Campingplatz mehr im Landesinneren, abseits von Trubel und Straßen. Nichtsdestotrotz sind wir um Trubel natürlich ich herumgekommen. Wir sind nach Kuranda, das ist eine Stadt och oben im Regenwald. Wer mag kann da mit da Bahn fahren oder eine Seilbahn benutzen. Wir sind lieben gewandert, so konnten wir die Natur fast allein genießen. Noch weiter oberhalb gibt es noch einen riesigen Frischwasser See mit hier auch grüner Natur, welch ein Kontrast zu dem vorherigen Outback, wobei auch das Outback zu Regenzeiten grün und blühend sein soll, nur dass man dann mit dem Auto oft nicht mehr fahren kann, weil Straßen überflutet sind. Wir haben dann noch eine Aufführung besucht mit Tänzen der Aborigines, Didjeridoo Sound und einer Fahrt mit einem alten Armeefahrzeug durch den Regenwald.
Mit der Seestar II haben wir einen Ausflug zum Great Barrier Reef gebucht, haben erst eine kleine Vogelinsel besucht und hier einen Schnupperkurs, das erste und letzte Mal in unserem Leben, zum Tauchen gebucht. Das war uns so überhaupt nichts, einfach beängstigend, die Luftblasen und das Atmen durch den Schnorchel, die Flaschen auf dem Rücken nein danke. Schnorcheln selbst kein Problem, haben wir auch ausreichend genossen, tolle Unterwasserwelt dort.Weiter ging es direkt zu einer anderen Stelle im Riff, wo schon Plattformenangelegt waren. Wir waren ja mit einem kleinen überschaubaren Schiff unterwegs, aber es fahren auch große Katamarane dahin, die in einigem Abstand parkten. Da die meisten tauchen waren, hatten wir als Schnorchler das Riff fast für uns allein, wenn man mal von Haien und riesigen anderen Fischen absieht. Keiner wollte aber was von uns.
Anschließend gab es noch ein leckeres Buffet mit Fisch, insgesamt eine gelungene Veranstaltung, wir haben auch noch ein Video vom Ausflug gekauft.
Cairns selbst mit schöner Promenade am Meer entlang und vielen Restaurants und Geschäften.
Nachdem wir hier einige Tage verbracht haben ging es noch weiter hoch zum Daintree Nationalpark, mit der Fähre musste der Fluss überquert werden. Ein uralter Park ähnlich wir der Taman Negara in Indonesien mit alten riesigen Mammutbäumen, Farnen und Krokodile soll es auch geben. Am Cape Tribulution was unser Endziel im Norden war, weiter geht es nur mit Vierradantrieb, tolle Ausblicke, Urwald stößt direkt an feinsandige Strände, viele Mangroven, aber obacht wegen der Krokodile.Hier hatten wir auch einen schönen Campingplatz terrassenförmig angelegt mit Blick über den Daintreeriver.
Unser Endziel im Norden der Ostküste war also erreicht, nun ging es bergab Richtung Sydney, einige Tausend Kilometer waren noch zu bewältigen.
Über Mackay, hier haben wir eine Tour gebucht mit Besichtigung einer Zuckerrohrfarm und sind in den Eugnella Nationalpark gefahren um den Platypus zu sehen, ein Schnabeltier und wir haben es wirklich gesehen wie auch zwei australische Strauße. Übernachtet haben wir hier auf halben Weg mitten im Regenwald mit allen Urwaldgeräuschen in der Nacht auf einem sehr einfachen Campingplatz.
Über Rockhampton einer alten Rinderstadt sind wir in Hervey Bay gelandet, von wo aus wir die vorgelagerte Insel Fraser Island besucht haben. Auch das haben wir mit einer Tour gemacht, mit unserem Camper wären wir da nicht durchgekommen, da die Wege fast alle nur aus feinstem Pudersand bestehen.Dafür gab es dann auch etliche Erklärungen. Regenwald wechselt sich dort mit sehr klaren Süßwasserseen und Flüssen und hohen Sanddünen ab. Am Strand liegt dann auch ein altes Stahlgerippe von einem gestrandeten Schiff. Umherstreifende Dingos gehören zum Landschaftsbild. Wer mag kann vom Sandstrand mit einer Propellermachine einen Rundflug starten. Wer mit dem Auto am Strand lang will sollte auf die Gezeiten achten, die Flut holt einem schneller ein als man denkt.
Eine weitere Tour buchten wir für die Beobachtung von Buckelwalen. Beeindruckend wie diese großen Tiere auftauchen und im nächsten Augenblick auch wieder verschwunden sind. Da möchte man nicht mit einem Kleinboot in der Nähe sein.
In Bowen haben wir uns einen Stellplatz für unseren Holden Camper gegönnt mit angeschlossener eigener Dusche und Toilette in einem extra Haus, der pure Luxus. Das Highlight in diesem Städtchen sind die Muriels etliche Wandmalereien, die von der Geschichte dieser Stadt zeugen. Haben auch mal wieder vom Steg geangelt auf den man sogar mit dem Auto fahren konnte, aber trotz traumhaften blau, grünen Wasser kaum was Nennenswertes gefangen. In der Nähe auch die Whitsundays, eine Inselgruppe mit schönen Stränden und die meisten unbewohnt. Wer mag kann da viele Segeltörns hin buchen und vor unbewohnten Inseln ankern.
Bevor wir Brisbane erreicht haben sind wir noch in Bundaberg gewesen. Die Stadt ist bekannt für den Rum der dort hergestellt wird. Wir haben eine Führung gemacht, ein Rumcocktail war inbegriffen, die recht interessant war. In der Nähe gibt es dann auch so eine Beobachtungsstation wo Schildkröten an Land kommen und Ihre Eier ablegen, alles aber streng abgeschirmt und von Rangern überwacht.
In Brisbane konnten wir gerade wieder an einem chinesischen Fest teilnehmen (die scheinen immer etwas zu feiern haben), sind zu einem Rodeo gefahren und haben uns auf die Einfahrt nach Sydney gefreut. Ansonsten hat die Stadt liebevoll Brissie und Hauptstadt Queensland genannt wieder alles zu bieten was man von einer Großstadt erwarten kann.
Die Goldküste sowie Coffs Habour, Port Marquerie mit altem Leuchtturm und Noosa heads mussten wir uns auch noch ansehen bevor wir endlich nach mehreren Monaten und tausenden von Kilometern in Sydney eintrudelten.