
Indonesien 28.03.1994 -09.07.1994
Jawa Jakarta, Bogor, Bandung, Lembang, Pangdanaran, Wonosobo/Dieng Plateau, Yogyarkarta, Solo, Malang, Bromo
Nach Java sind wir mit dem Schiff in einer 1. Klasse Kabine die ganze Küste entlang vorbei an diesem Vulkan, der wegen einem heftigen Ausbruch ganz berühmt ist, Krakatao oder so ähnlich hieß der glauben wir.
Gaby wurde dann noch Seekrank, aber Tabletten waren im Reisepreis enthalten und die haben erstaunlich schnell gewirkt. Das war auch gut so, denn wir hatten ja als 1. Klasse Kunden Anspruch auf Vollpension. War schon chic dort im Restaurant, wenn man bedenkt, dass die meisten Einheimischen sich in Massenunterkünften drängeln mussten und sich selbst verpflegt haben. Hätten wir auch gemacht, aber für uns war selbst die erste Klasse verhältnismäßig günstig. Als wir dann im Hafen von Jakarta angekommen sind stürmten gleich Taxifahrer zu den erste Klasse Kabinen und entrissen uns fast die Rucksäcke. Haben uns aber nicht darauf eingelassen, der Sparwille hat wieder zugeschlagen und wir sind zu Minibussen gelaufen, die uns für weit weniger in die Innenstadt gebracht haben.
Dort wieder etwas herumgelaufen, Unterkunft gesucht und ab zum Essen. Hier sind wir dann bei Sizzler eingekehrt, ein klassisches Steakhaus mit all you can eat und Salatbar, da konnten wir richtig schwelgen.
In der Unterkunft konnten wir dann mal wieder feststellen, wie gut es uns doch eigentlich geht. Da wohnte ein Angestellter in einer kleinen Nische über dem Treppenaufgang ohne Fenster ohne alles und andere klagen dann noch wenn Ihre 300 m² Villa noch zu klein ist.
Nun ja, nachdem wir uns in Jakarta ordentlich den Bauch vollgeschlagen haben ging es dann weiter nach Bogor. Untergekommen sind wir in der in die Jahre gekommenen Villa mit tollem Frühstück der Familie I Made Taman, das heißt übersetzt ich mache Gärten und der Mann war tatsächlich Landschaftsarchitekt. Da hat er in Bogor und Umgebung ja einiges zu tun gehabt. Tolle Gärten und Parks, den berühmten Botanischen Garten mit Sultanspalast haben wir auch besichtigt
Von Bogor sind wir dann weiter nach Bandung. Hier haben wir auf einer unserer Vulkantouren George und seinen Hund kennengelernt. Er hat uns eingeladen einige Tage in seinem Haus zu verbringen. Das war natürlich der reinste Luxus für uns. Dienstmädchen, das unsere Wäsche gewaschen hat, Auto mit Chauffeur also nur vom Feinsten.
Wir haben mit George und seiner Freundin einige Ausflüge in das Umland unternommen, dabei weitere Kraterseen besichtigt und sind in gemütlichen Tavernen eingekehrt.
An einem Abend haben wir gemeinsam noch eine Theatervorführung in einem Hotel besucht, da haben wir natürlich in die schicksten Sachen angezogen, die wir hatten.
Eingeladen hat uns George zu allem. Das war eine schöne Zeit aber es ging weiter in Richtung Lembang (Besichtigung des Tangkuban Prahu Kraters stand hier an) um nach Pangandaran zu kommen. Dies ist ein idyllisches Fischerdorf. Wir haben uns mit einer Rikscha zu den Unterkünften fahren lassen. Ideal hier um Fisch zu essen und Strandspaziergänge zu unternehmen. Burkhard ist dann noch mit seinem Kompass durch den Dschungel zum getrampt um auch mal die andere Seite zu sehen. Dann haben wir uns auch noch den Green Canyon angetan, ein Bootsausflug in eine wirklich grüne Lunge mit interessanten Felsformationen. Bei einer Fahrt mit dem Mofa sind wir dann mal wieder zu einer Hochzeit eingeladen worden.
Danach ging es hoch zum Dieng Plateau auf 2000 m Höhe, hier haben wir uns dann gemeinsam mit einem anderen Pärchen einer Führerin anvertraut, die uns so einiges näher gebracht hat.
Wir sind zum Arjuna-Tempel-Komplex, haben die in den unterschiedlichsten Farben schimmernden Kraterseen besichtigt und sind über den Markt geschlendert. Zurück ging es dann auf der Ladefläche eines LKW. Wir machten es uns zwischen Kartoffelsäcken gemütlich.
Dann erreichten wir endlich Yogyarkarta.
Sehr touristisch hier, ist doch in der Nähe der berühmte Borobodurtempel. Auch hier haben wir wieder eine nette Unterkunft gefunden und die Stadt erkundet. Gekauft haben wir hier die Wayang Golek Puppen, die wir bei Theateraufführungen bereits des Öfteren gesehen hatten, schöne Reiseerinnerung für das Wohnzimmer. Eine Aufführung mussten wir natürlich auch hier besuchen, lustig mit anzusehen, nur leider reichen unsere Sprachkenntnisse nicht um alles mitzubekommen. Es gibt jedoch Erklärungen, die einiges deutlicher machen.
Auf dem Plan stand natürlich der Borobudurtempel von hier aus. Ein wirklich monströses Bauwerk und damit eine der größten buddhistischen Tempelanlagen Südostasiens und Weltkulturerbe, bei und dem man sicher gut einen Tag verbringen kann. Hier haben wir in der Umgebung in den Bäumen auch handtellergroße Spinnen entdeckt. Natürlich durfte auch die Besichtigung des Prambanantempels nicht fehlenden. Diese größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens hat uns ebenfalls sehr beeindruckt.
Unsere weitere Route führte uns dann über Solo mit Besichtigung des Sultanspalasts nach Malang, wiederum eine alte Kolonialstadt geprägt von Holländern, von wo aus wir rauf sind zum Mount Bromo. Erneut ein Vulkan, der auf keiner Besichtigungstour fehlen darf. Natürlich wurde es wieder merklich kühler, so dass unsere warmen Sachen wieder mal zum Einsatz kamen. Gelesen hatten wir von spektakulären Sonnenaufgängen mit Sicht auf den Bromo, so dass wir hierfür eine Tour buchten. So hieß es denn in aller Frühe unser Cottage verlassen und es ging nochmals steil mit dem Jeep nach oben. Das Wetter spielte mit und wir wurden in der Tat mit einem schönen Sonnenaufgang belohnt. Anschließend sind wir noch zu Fuß hinunter und eine steile Treppe hinauf zum Kraterrand. Viele Touristen lassen sich hier von Ponys transportieren, wir ziehen es vor zu laufen und vermeiden so die Massen.
Das Cottage auf dem Bild da oben übrigens sehr schön, in der Nacht wackelte die Hütte, nein wir waren nicht schuld, sondern es gab mal wieder ein kleines Erdbeben.
Nach diesem Erlebnis ging es dann wieder runter zur Fähre nach Bali, wo wir etwas Befürchtungen hatten, weil dort in der Meerenge bei den tückischen Strömungen bereits einige Fähren gesunken sind, es ging aber alles gut.
Weiter geht es nach Bali.