Müggelsee
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Die hier aufgeführten Fahrten sind eher etwas für Langstrecken- und teilweise auch erfahrene Paddler.

Ihr benötigt beispielsweise für die Strecke über Spree und Landwehrkanal durch die Innenstadt von Berlin viel Sitzfleich, weil es nicht allzuviel Ausstiegsmöglichkeiten gibt. Hinzu kommen Wartezeiten an den Schleusen, so dass hieraus ganz schnell eine komplette Tagestour wird.

Der Müggelsee selbst dann ist bei viel Wind recht anspruchsvoll, also sucht euch das passende Wetter zu eurem Können aus. Das gilt auch für starke Wellenreflektionen an hohen Spundwänden bei entsprechendem Ausflugsverkehr in den Kanälen.

Insgesamt aber eine schöne Wochenendfahrt.

Ausflug Spree und Landwehrkanal 32 km

Nachdem Gaby wieder Freitag den 4.7. Urlaub hatte sind wir zu unserer nächsten Übernachtungsfahrt gestartet in das Müggelseegebiet. Dazu mussten wir zunächst 32 km über Spree und Landwehrkanal bis zu unserem Übernachtungsstandort an der Oberspree beim T.I.B (Turngemeinde in Berlin, Abteilung Kanu) paddeln. Leider spielte auf dieser Tour das Wetter nicht so mit, nur bewölkt und Wind 4-5 in Böen stärker, aber immerhin wissen wir jetzt warum wir Seekajaks gekauft haben.

Los ging es also Richtung Schleuse Spandau um rechts in die Spree einzuschwenken. Vorbei am Kraftwerk Reuter erreichen wir nach ca. 9 km die Schleuse Charlottenburg, in welcher beim Anlegemanöver ein Motorbootfahrer über Bord gegangen ist. Er konnte sich aber noch selbst retten. Hinter der Schleuse geht es dann rechts vorbei am Charlottenburger Schloß.

An der großen Kreuzung nach ca. 12 km geht es dann rechts in den Landwehrkanal (weiter geradeaus geht es die Spree weiter zur Kongresshalle). Wir müssen leider diesen Weg nehmen, da die Spreefahrt von der Kongresshalle bis zur Oberbaumbrücke in Neukölln für Kanuten und Ruderer nicht gestattet ist. Also nach ca. 14 km durch die Unterschleuse am Berliner Zoo vorbei, zum Glück hatten die Krokodile gerade keinen Ausgang. Unter diversen Brücken hindurch, Berlin soll ja mehr als Venedig haben, vorbei an der Philharmonie, dem Potsdamer Platz und dem Verkehrsmuseeum. Alles Dinge deren Besichtigung auch im Rahmen eines Landganges empfehlenwert sind. Nicht zu übersehen auch die Berliner U-Bahn (Untergrundbahn), die hier oberhalb verläuft. Auf der Strecke gibt es nach ca. 18 km einen Pausenplatz für Sportboote, leider ohne Toilette. Ansonsten verkehren auf dieser Strecke nur wenige Motorboote und einige Ausflugsdampfer, die nur gelegentlich bei zu schneller Fahrt ordentlich Wellen erzeugen. Haltet euch von den teilweise mehrere Meter hohen Uferwänden fern.

Der nächste Abzweig links wird dann gepaddelt, um durch die Oberschleuse bei KM 23 wieder in die Spree zu gelangen. Hier geht es nach einem Blick nach links auf die Oberbaumbrücke (eine der markantesten Berliner Brücken. Sie verbindet die beiden ehemaligen Stadtbezirke Kreuzberg und Friedrichshain, die seit 1.1.2001 einen gemeinsamen Berliner Verwaltungsbezirk bilden) rechts in die Spree-Oder Wasserstraße, die hier wesentlich breiter ist als die sonstigen Kanäle. Vorbei an dem Großen Kunstwerk des Molekularmen vor dem Allianzhaus geht es nach ca. 26 km am Plänterwald entlang, vorbei am Gasthaus Zenner mit der bekannten Eierschale.

Nach 32 km ist dann der T.I.B erreicht, wo wir freundlich aufgenommen wurden. Man wollte uns noch ermutigen an einer Drachenbootfahrt teilzunehmen, aber im Hinblick auf unsere Fahrt rund um den Müggelsee haben wir darauf verzichtet. Wollt ihr euren Proviant auffüllen, so gibt es hier einen Plusmarkt.