rund Berlin
Rossmann's Reise- und Kajakseiten

Wir starteten unsere 10-tägige Paddeltour von unserem Vereinssteg.

Bei strahlendem Wetter paddelten wir 21 km vom KCA über den Wannsee und kleinen Wannsee bis zum Ruderverein Klein Machnow kurz vor der historischen Schleuse Klein Machnow im Teltowkanal. Von Malte wurden wir nett empfangen. Es gibt hier eine Wiese zum Zelten. Das Vereinshaus ist klein und hat eine winzige Kochecke (Nutzung der Kaffeemaschine u. abwaschen ist möglich). Ein WC (funktioniert nicht immer wenn die Grube voll ist) gibt es, eine Dusche ist nicht vorhanden. Der Gartenschlauch kann dazu benutzt werden. Ein Bad im Teltowkanal wird nicht empfohlen. Für eine Nacht war es ok.

Es gibt vor dem Ruderverein noch einen Campingplatz kurz vor der Autobahnbrücke. Etliche Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants findet man in Stahnsdorf ca. 10 Min Fußweg vom Ruderverein.

Wer jetzt denkt Teltowkanal, der für uns Neuland war, ist ja öde, liegt falsch. Wir durchpaddelten folgende Bezirke: Zehlendorf, Steglitz, Mariendorf, Tempelhof, Neukölln, Treptow. Wir waren erstaunt über die baulichen Veränderungen links und rechts vom Kanal. Es gab große Hecken mit Brombeeren, schön angelegte Parkanlagen, Häfen, aber auch Industriegelände mit Betrieb und Lärm. Immer wieder interessant die Ein- und Anblicke vom Wasser aus. Charité, Kraftwerk, Ullsteinhaus usw. Kannten wir bisher ja nur von der Landseite.

Wir haben 30 km vom Kleinmachnower Ruderverein mit Pause bei der Rudergesellschaft Wiking bis zum Pro Sport Berlin 24 (ehemals Post Sport) zurückgelegt. Am Ende vom Teltowkanal sind wir links in die Dahme abgebogen, bis zum PSB24 waren es nur noch wenige Meter.

Der Verein hat ein großes Gelände mit Zeltwiese und Restaurant. Man meldet sich beim Hafenmeister an und bezahlt gleich und bekommt einen Schlüssel für das Clubhaus mit WC/DU. Leider verläuft eine stark befahrende Straße (Straßenbahn u. Autos) hinter dem Vereinsgelände. Flugzeuge über uns bis nachts 24 Uhr. Das Restaurant bietet zu günstigen Preisen für jeden etwas. Einkaufsmöglichkeit gibt es eine Haltestelle mit der Straßenbahn oder 10 Min. Fußweg entfernt.

Zu unserem nächsten Verein paddelten wir vom PSB24 (16 km) über Langer See, Seddinsee, Gosener Graben zur Kanu-Vereinigung Köpenick Triglawstr. 10. Auch hier aber Flugzeuge über uns. Mal sehen wie das wird wenn, wenn Schönefeld erst Mal richtig eröffnet ist. Nette Kameraden auch hier, Rolf kennen wir ja schon lange. Hier blieben wir fünf Tage und starteten vom Verein zu verschiedenen Touren. Einkaufsmöglichkeiten nach einer längeren Wanderung vorbei an mehr oder weniger schicken Häusern am Lagunenweg (Edeka und Aldi). Ein Restaurant ist dort auch. Einen kleinen Imbiss bekommt man auch an der Brücke neben dem Verein und beim Bootsverleiher Sturzi am Ende der Triglawstraße.

Wir umrundeten den Flakensee, besichtigten den dortigen gleichnamigen Campingplatz, fuhren den Hoptop genannten Wurmfortsatz des Flakensees aus und legten bei der extremen Hitze einen Badestop ein.

Die Müggelspree (Achtung! Die Bremsen stechen ganz gemein, besonders in der Nähe von Kühen) vom Dämeritzsee bis kurz vor der Autobahnbrücke (15 km) mit Gegenströmung bis zu 3 km/h auf dem Hinweg. Hinter der Autobahnbrücke ein Campingplatz mit Einkehrmöglichkeit.

Vom Flakensee die Löcknitz bis Werlsee und zurück (21 km). Kurz nach Einfahrt in die Löcknitz zwei Restaurants/Biergarten. Die Fahrt wird am Wochenende nicht empfohlen, da dann viele Motorboote unterwegs sind.

Eine weitere Tagestour über Müggelspree und kleinen Müggelsee, Rundfahrt am Ufer des großen Müggelsees der völlig platt war und ohne einen Windhauch. Bei prallem Sonnenschein und Hitze pur paddelten wir 18 km mit einem Zwischenstopp im Biergarten Rübezahl.

Da wir schon mal in der Ecke waren, nahmen wir an der 6.Glühwürmchenfahrt, die die Kanu-Vereinigung Köpenick jedes Jahr veranstaltet, teil. Gäste können im Zelt übernachten. Es gibt Grillessen mit Salate und Brot für kleines Geld. Ab 20 Uhr 30 startet die Gruppe mit verschiedenen Knickleuchtstäben (ähnlich wie Glühwürmchen leuchten), geschmückt und weißem Rundumlicht pro Boot zur Nachtfahrt. Es ging über Müggelspree, Klein Venedig, kleiner Müggelsee und zurück. Viele begeisterte Menschen am Ufer stehend oder tanzend, riefen und pfiffen oder klatschten uns hinterher. Diese Tour dauerte 2 Stunden und war 10 km lang. Müde, aber begeistert und verschwitzt mit vielen Mückenstichen kehrten wir zum Verein zurück. Damit niemand zurückbleibt begleitet ein Motorboot am Ende die Gruppe. Eine fröhliche Tour für Jung und Alt , mit mäßigem Tempo, gut zu paddeln und sehr zu empfehlen.

Den nächsten Tag vertrödelten wir im Schatten sitzend oder schwimmend im Wasser vor dem Vereinssteg. Erst zum Abend paddelten wir zum Abendessen zur Woltersdorfer Schleuse. (9 km hin u. zurück). Es gibt eine Umtragestelle die problemlos von Kajaks, Kanus benutzt werden kann. Vor der Schleuse rechte Seite gibt es mehrere Restaurants, sowie hinter der Schleuse ebenfalls. Hier hat man die Wahl, für jeden Geschmack etwas dabei, oder auch nur ein Eis. Es gibt auch die Möglichkeit die Kajaks über flache Steinstufen (Vorsicht! glitschig Rutschgefahr) auf eine öffentliche Wiese zu tragen. Dort hatten wir die Boote im Blick beim Essen.

Da der Streik der Schleusenwärter am Sonntag beendet war, konnten wir am Montag wieder zurück nach Spandau paddeln. Über die Müggelspree, großer Müggelsee, Spree, über den Verein TIB Oberspree, wo wir eine Pause bei Regen einlegten. Leider war niemand dort und es gab auch keinen Ansprechpartner mit Telefonnummer, so dass wir nicht übernachten konnten. Also paddelten wir weiter die Spree entlang und bogen in den Britzer Zweigkanal ab. An der Kreuzung Neuköllner Kanal/Teltowkanal/Britzer Zweigkanal liegt der Verein Rudergesellschaft Wiking bei dem wir nach 22 km übernachteten. Hier im Clubhaus gibt es zwei Zimmer mit je 12 Betten. Wegen des Lärms von der Autobahn ist es nicht zu empfehlen zu zelten. Wir hatten einen Raum für uns alleine. Eine Küchenzeile mit Kühlschranknutzung, Kaffeemaschine usw. und gemütlicher Sitzecke ist vorhanden. Zum Glück hatten wir das Zimmer, denn es gab ein kräftiges Gewitter mit viel Regen. Es gibt einen eingeschränkten Restaurantbetrieb mit nettem Kantinenpächter. Zum Einkaufen ist es ca. 15 Min. weit.

Unsere letzte Etappe starteten wir von der Rudergesellschaft Wiking über Britzer Schleuse mit Selbstauslösehebel in den Neuköllner Schifffahrtskanal, Landwehrkanal, Urbanhafen, wo wir eine Pause einlegten. Hier kann man gut aussteigen und die Boote auf die Wiese ziehen. Es gibt ein Restaurantschiff. Weiter ging es durch die Bezirke Kreuzberg, Schöneberg, Mitte, Tiergarten, durch viele Brücken an interessanten Gebäuden vorbei. Durch die Unterschleuse, wir haben dort 45 Minuten Pause gemacht (es gibt hier im Tiergarten auch einen Toilettencontainer), wurden wir mit einem Ausflugsdampfer geschleust, weiter auf dem Landwehrkanal. Am Schloss Charlottenburg vorbei zur nächsten Schleuse Charlottenburg. Wir wurden mit unseren Kajaks ohne Wartezeit alleine geschleust. Weiter paddelten wir jetzt wieder auf der Spree. Leider regnete es so stark, dass wir unter Bäumen den Guss abwarteten. Mit Sonne kamen wir an der Schleuse Spandau vorbei, über die Havel in unserem Verein nach 26 km an. Freitag bis Sonntag erkundeten wir dann noch den Norden Berlins mit einigen Kameraden. Zwei Tage Übernachtung wie immer schön beim WCH am Niederneuendorfer See mit einem Ausflug zum Tegeler See (50 km).

Für weitere Details folgt auch den einzelnen Links im Bereich Berlin. Bilder gibt es natürlich auch wieder in unserer Bildergalerie unter Kajak/Kajaktouren Berlin.