Eskimorolle
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Wir haben die Winterzeit genutzt und in einem Hallenbad mit dort zur Verfügung gestellten Kajaks geübt. Wichtig ist am Anfang, dass ein Helfer neben dem Kajak steht und dich unterstützen kann.

Die Eskimorolle ist sicherlich eines der schwierigsten Rettungsmanöver im Kajaksport. Hier beschreiben wir eine Art der Paddelrolle, die Methoden sind allerdings vielfältig. Um die Eskimorolle im Kajak endgültig zu beherrschen, hilft nur eines: üben, üben, üben !!! An dieser Stellen herzlichen Dank an Jörg-Uwe und Wolfgang, die sich mit uns so viel Mühe gegeben haben.

Die Grundvorraussetzung für alle Rollen ist der Schwung aus der Hüfte. Um den richtigen Hüftschwung zu üben, hält man sich am Beckenrand (oder am Helfer) fest und bringt das Boot in die Kenterposition. Beim Aufrichten werden die Oberschenkel an die Schenkelstützen gedrückt und dann ein Schwung auf das Boot ausgeübt. Dabei bewegt sich der Oberkörper kaum, die gesamte Bewegung kommt aus der Hüfte und ist nicht sehr kraftaufwendig. Erst wenn der Hüftschwung sitzt, sollte man die eigentliche Rolle versuchen.

Halte dazu das Paddel mit normaler Griffposition längsseits der Kajakwand auf Höhe der Wasserlinie. Lasse dich jetzt seitlich umfallen und warte, bis du ganz kopfüber im Wasser hängst. Jetzt versuche dich erstmal zu orientieren, wenn du das erste Mal "kopfüber" hängst, weisst du überhaupt nicht, wo oben und unten ist. Wie haben die Übungen mit einer Taucherbrille durchgeführt, Clorwasser in der Nase ist nämlich nicht so toll.

Wenn du dich mit deiner Lage abgefunden hast, nimm die Grundstellung ein: Nase am Kajak, beide Händ am Kajak und das vordere Paddelblatt parallel zu Wasseroberfläche. Hebe das Paddelblatt leicht aus dem Wasser, knalle es platt auf die Wasseroberfläche und führe einen Bogenschlag nahe der Wasseroberfläche aus.

Etwa in der Mitte des Bogenschlages richte das Boot mit dem Hüftschwung auf. Stütze dich nicht zu sehr am Paddel ab und versuche nicht den Kopf zuerst aus dem Wasser zu heben, um nach Luft zu schnappen. Es führt zu nichts! Geht der Kopf hoch, kippt das Kajak wieder um! Vielmehr drehst du erst das Kajak auf, dann folgt die Hüfte, schließlich der Oberkörper und zuletzt der Kopf. Das hört sich jetzt alles ganz einfach an, aber wir haben etliche Besuche im Schwimmbad gebraucht, bis wir die Angst des Kenterns überwunden hatten, irgendwann dann die Orientierung hatten wo ist oben, unten und die Seite. Wenn das denn einmal klar ist macht es auch umso mehr Spaß.

Wir werden also weiterüben, jedes Kajak ist anders und in der freien Natur kommt ja dann noch Wind, Wellen und Strömung dazu, so gibt es noch viel zu lernen, packen wir es an.