Schlösserfahrt 100 km
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Zum 14. und 15. Juni hatten die Wasserfreunde Pirschheide zur 3. Potsdamer Schlösserfahrt eingeladen. Wir hatten bereits von anderen Paddelfreunden positives über diese Veranstaltung gehört und haben uns über unseren Wanderwart Günter angemeldet. Und in der Tat auch uns hat die Fahrt sehr viel Spaß gemacht, wir kannten zwar von unseren anderen Kajakausflügen die Gegend ansich, aber da die Strecke dieses Mal mit Besichtigungen und Führungen durch Erhard verbunden war ergaben sich auch für uns neue Einblicke. Natürlich lernt man auch immer wieder andere Paddler kennen, da die Tour bundesweit ausgeschrieben war, so war von München über Magdeburg alles vertreten. Die Tour ist auch bewusst als Kulturfahrt und nicht als Wettfahrt ausgeschrieben und das ist auch gut so, war die Kondition und die Erfahrung der einzelnen doch recht unterschiedlich.

Danke an dieser Stelle nochmals an Lars, Olaf und Erhard für die netten Tage.

Los ging es bereits am Freitag, und da Gaby arbeiten durfte hat Burkhard Gaby's Barracuda bis zur Glienicker Brücke 17 km ins Schlepp genommen. Die anderen "Wassersportler" und die Wasserschutzpolizei staunten da nicht schlecht. An der Brücke fand dann der vereinbarte "Agentenaustausch" statt und Gaby paddelte noch die restlichen 7 km bis zu den Wasserfreunden mit. Diesmal schlugen wir unser Zelt mit wunderbaren Blick auf den Templiner See auf und hatten auch mit Autan und Moscitocoils die Mückenplage im Griff. Haben uns dann noch ein Steak gebraten, die Brötchen für den nächsten Morgen bestellt und mit den Zeltnachbarn geschwätzt. Es ging dann zeitig in die Koje, sollte es doch am Samstag um 9.oo Uhr losgehen.

Nachfolgend nun einiges aus der Tourbeschreibung ergänzt durch einige eigene Anmerkungen:

Am Samstag ging es um 9.00 Uhr los ( 32 km lagen vor uns), wir paddeln zusammen mit ca. 38 anderen in Einern und Zweiern unter der Eisenbahnbrücke hindurch havelaufwärts in Richtung Potsdam. Auf der linken Seite befinden sich gleich hinter der Brücke die Gebäude der LBS, deren Form an die mehrerer nebeneinanderstehender Luftschiffe angelehnt ist. Das anschließende Gelände ist der sogenannte Luftschiffhafen. Hier wurde vom alten Grafen Zeppelin 1911 eine Luftschiffwerft und ein Landeplatz für Luftschiffe angelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Werft abgebrochen und in den Land und Wassersportplatz "Luftschiffhafen" umgewandelt. Heute trainieren dort unter anderem die zur Weltklasse zählenden Potsdamer Ruderer und Kanuten.

Auf der rechten Seite erstreckt sich sodann die Insel Herrmannswerder, die eigentlich eine Halbinsel ist, durch den künstlich geschaffenen Judengraben aber zur Insel wurde. Ihren Namen trägt die Insel erst seit 1894, als die Witwe des Teppichgroßhändlers Herrmann Hoffbauer auf der Südseite der Insel in Gedenken an ihren Herrmann zwei Mädchenwaisenhäuser und ein Lyzeum errichten und diesen Teil der Insel umbenennen ließ. Auf dem nördlichen Teil sind auch heute noch hauptsächlich kleine Villen und Gartenlauben zu sehen. Zu Beginn des 19. Jh. wollte Friedrich Wilhelm IV. dieses Areal in die Gartenlandschaft Potsdams einbeziehen; es scheiterte jedoch daran, daß die Grundstückseigentümer einen Preis verlangten, den selbst ein König von Preußen nicht zu zahlen vermochte.

Gegenüber von Herrmannswerder befindet sich unter anderem auch das von dem Hofarchitekten von König Friedrich Wilhelm IV., Ludwig Persius, entworfene "Dampfmühlen- Etablissement" der Königlich Preußischen Seehandlung. Zwischen 1871- 1945 diente der Persiusspeicher als Heeresproviantamt der Reichsmilitärverwaltung. Anschließend fahren wir vorbei an der Fähre Herrmannswerder und, während das Fahrwasser der Havel nach rechts abbiegt, geradeaus durch die Eisenbahnbrücke in die Neustädter Havelbucht.

Dort befindet sich die Moschee. Sie diente als Wasserwerk für die Fontänen von Sanssouci. Im Innenraum kann eine Borsig-Dampfmaschine aus der Frühzeit des deutschen Maschinenbaus bestaunt werden. Derartige architektonische Besonderheiten sind in Potsdam nicht selten anzutreffen. Sie gelten als Beweis der Toleranz vielfältiger Kulturen.

An den Planitzinseln vorbei folgen wir wieder der Havel am alten Persiusspeicher vorbei zum Potsdamer Hafen, wo links die Ringerkollonaden als ein Teil des ehemaligen Stadtschlosses und des Lustgartens zu sehen sind.

Der große Kurfürst wählte Potsdam neben Berlin zu seiner 2. Residenzstadt und ließ die ehemalige Burg zum Stadtschloß umbauen. Unter Friedrich III. wurde der angrenzende Garten zur Havel hin zum lustwandeln unter kostbaren exotischen Gewächsen genutzt. Unter dem Soldatenkönig wehte ein anderer Wind, so daß der Platz sich in einen Exerzierplatz verwandelte. Im Zuge der Bundesgartenschau ist der Lustgarten in modernerer Form wieder angelegt worden. Das Stadtschloß selbst befand sich auf dem Gelände des heutigen Hotel „Mercure" und wurde im Krieg zerstört. Der Wiederaufbau des Schlosses steht derzeitig zur Debatte.

Die Lange Brücke, einst Potsdams schönstes Brückenbauwerk und lange Zeit die einzige Verbindung zum anderen Havelufer, war als Brücke geschaffen, die sich für den regen Treidel- und Seglerverkehr aus dem Umland nach Berlin öffnen ließ. Baumaterialien und Nahrungsmittel wurden in großen Mengen die Havel hinauf transportiert. Von der „Alten Fahrt" aus kann hinter dem provisorischen Theatergebäude , im Volksmund „Blechbüchse" genannt, die Nikolaikirche gesehen werden.

Preußens großer klassizistischer Architekt Karl Friedrich Schinkel entwarf sie nach einer Idee des Königs Friedrich Wilhelm IV. Die Architektur gründet sich auf Motive des Pariser Pantheons. Die doppelschalige Tambourkuppel erwies sich dabei als geniale Architekturleistung und dominiert noch immer die Silhouette der Stadt. Weiterhin befindet sich an diesem „Alten Markt" das Alte Rathaus. Es zählt zu den schönsten Bauten des palladianischen Klassizismus. Die hohe Tambourkuppel mit dem goldenen Atlas und die Korinthischen Säulen geben dem Werk des holländischen Baumeisters Jan Boumann eine besondere Schönheit.

Rechts von uns befindet sich jetzt die Freundschaftsinsel. Das sechs Hektar große Schwemmland zwischen Alter und Neuer Fahrt wurde zu einer beliebten grünen Oase der Stadtmitte ausgebaut. Der im Zuge der Buga wieder rekonstruierte Schau- und Sichtungsgarten gründet sich auf Ideen des bekannten Potsdamer Staudenzüchters Karl Foerster. Am Ende der Freundschaftsinsel befindet sich nun auf der linken Seite die Heiliggeistkirche. Bis 1945 stand in der Burgstraße die barocke Heiliggeistkirche. Neben dem Turm der Garnisionkirche und der Kuppel der Nikolaikirche prägte deren Barockturm die markante Silhouette Potsdams. 1997 wurde sie in moderner Gestalt als Domizil eines Seniorenheimes wieder aufgebaut.

Rechter Hand mündet das lange und auch paddelbare Flüßchen Nuthe in die Havel. Danach fahren wir durch die Humboldbrücke in den Tiefen See, wo sich am rechten Ufer im Babelsberger Park das Matrosenhaus mit seinem attraktiven, dem Stendaler Rathaus nachempfundenen Giebel befindet. Dort wohnten die königlichen Matrosen, welche die zum Schloß gehörenden Boote betreuten. Weiter am Ufer sehen wir das Kleine Schloß, in dem Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Friedrich III wohnte. 100 Meter weiter befindet sich das im neogotischen Burgenstil gestaltete Maschinenhaus, welches die Pumpstation für die Bewässerung des Parks sowie zahlreiche Kavalierszimmer aufnahm.

Auf dem Berg im Park kann aus Richtung Glinicker Brücke das Schloß Babelsberg gesehen werden. Das neogotische Babelsberger Schloß ähnelt dem Schloß Windsor. Der aus gelben Klinkersteinen errichtete Palast und Lieblingswohnsitz Wilhelms l. fügt sich mit seinen verspielten Türmchen und Zinnen malerisch in den romantischen Lenne-Park ein. Das Gelände überließ ihm sein Vater nach seiner Heirat mit Augusta von Sachsen-Weimar. Hier in Babelsberg wurde Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräidenten ernannt. Durch die Glienicker Brücke fahren wir genau auf der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Die Brücke verbindet seit 1909 die beiden Städte Potsdam und Berlin miteinander und ist eine Brücke besonderen Ranges. Vorläufer davon gab es seit 400 Jahren - über sie hinweg führt die ehemalige Reichsstraße 1 (heute B 1). Heute symbolisiert ein weißer Strich in ihrer Mitte den Verlauf der Grenzlinie zwischen Westberlin und der DDR. Hier erfolgte der so oft in Spionagefilmen nachgestellte Agentenaustausch zwischen Ost und West.

Auf der rechten Uferseite nach dem Unterqueren der Glienicker Brücke steigen wir links neben der Dampferanlegestelle aus, um auf einer kleinen Führung das Areal näher kennenzulernen. Hier liegt Klein Glienicke. Selbst „Kunstverächtern" wird beim Rundgang durch diese malerische Parkanlage das gelungene Zusammenspiel von Gartengestaltung (Lenne) und Architektur (Schinkel) bewußt werden. Das 1764 als Landhaus errichtete Schloß wurde für den Prinzen Karl von Preußen klassizistisch umgebaut. Sowohl das Kasino, das auf der rechten Seite hinter der Brücke zu sehen ist, als auch die Große Neugierde orientieren sich an ausländischen Vorbildern (italienisch und griechisch).

Von der Glienicker Brücke sieht man schon, geradeausblickend, die Sacrower Heilandskirche, wo wir später zum Mittagessen aussteigen. Vorher paddeln wir aber am linken Ufer über die Bucht (wer aufmerksam ist, kann durch eine der Sichtachsen blickend, das Marmorpalais erkennen) und sehen, nachdem wir die Landspitze umfahren haben, links im Neuen Garten das Schloß Cecilienhof. Der Neue Garten gehört zu den berühmten Potsdamer Parklandschaften. Sein Entstehen verdanken wir vor allem König Friedrich Wilhelm II. Weltweit bekannt wurde der Park durch das Schloß Cecilienhof und das Marmorpalais. Der weiträumige Landschaftsgarten, der sein Vorbild im Wöriitzer Park fand, wurde maßgeblich von Eyserbeck und Lenne gestaltet.

Das Marmorpalais - Hauptgebäude des Neuen Gartens - wurde von Gontard und Langhans als Sommerresidenz für Friedrich Wilhelm II. gebaut. Die Rohziegelfassade gründet in holländischen Vorbildern und verdeutlicht den stilistischen Übergang vom Spätbarock zum Klassizismus. Schloß Cecilienhof von Schultze-Naumburg setzt den Schlußpunkt in der langen Reihe der in Potsdam von den Hohenzollern errichteten Schloßbauten. Es wurde während der Jahre schlimmster Kriegsnot als Sommeresidenz für die Familie des preußischen Kronprinzen Wilhelm im englischen Landhausstil erbaut. 1945 tagten hier die Delegationen der Siegermächte des II. Weltkrieges und entschieden durch die Unterschriften von Stalin, Truman und Attlee das Schicksal Nachkriegsdeutschlands.

Die Weiterfahrt führt uns zur Sacrower Heilandskirche. Dort steigen wir links und rechts neben dem Gebäude aus (teilweise moddrig und Steine im Wasser) und gehen den Weg rechts von der Kirche in Richtung Gartenlokal Meedehorn, wo wir Mittagessen werden.

Die Sacrower Heilandskirche ist eine nach Skizzen Friedrich Wilhelm IV. erbaute italienische Impression, die von märkischen Wassern umspielt wird. Sie gehört zum Dreigestirn der spätklassizistischen (altrömischen) Basiliken mit denen der "Romantiker auf dem Thron" die Kulturlandschaft bereicherte. Sie ist in die Weltdenkmalsliste der UNESCO aufgenommen worden. Der etwas abseits stehende Glockenturm trägt die alteste Glocke Potsdams. 28 Jahre lang blieb sie für jedermann unerreichbar, da sie sich im Mauer-Sperrgebiet befunden hatte. Jetzt könnt Ihr sie besichtigen und meist werden auch Führungen angeboten. Steigt Ihr aus, werdet Ihr auch das (18) Schloß Sacrow im Park sehen. Im Zusammenhang mit dem Landesverschönerungsplan Lennes 1840 wurde das ehemalige Rittergut von Friedrich Wilhelm IV. erworben. In enger Zusammenarbeit wurde es von Persius und Lenne landschaftsgärtnerisch neugestaltet und mit romantischer Architektur versehen. Das ehemalige Schloß wurde 1774 erbaut, im Kern barock und später im italienischen Landhausstil umgewandelt. Im Schloßpark befindet sich die stärkste Eiche Potsdams.

Durch die Havelenge hindurch fahren wir nun zur schon weithin sichtbaren Pfaueninsel. Als Friedrich Wilhelm II. König wurde, kaufte er die gesamte Insel und ließ sie nach den Wünschen seiner Mätresse zu einem romantischen Refugium ausbauen. Architektonische Dominante ist das in leuchtendem Weiß hinüber nach Potsdam blickende Pfauenschlößchen, wie eine Theaterkulisse anmutend, ganz auf Fernwirkung berechnet, eine Perle der Potsdamer Kulturlandschaft. Noch 100 Jahre nach der Namensgebung ließ sich hier kein einziger Pfau blicken. Erst Friedrich Wilhelm III schuf eine Menagerie, in der neben Bären und Fasanen auch die stolzen Pfauen lebten. Berlin hatte seinen ersten Zoo.

Je nach Gefallen teilte sich hier die Gruppe, einige besuchten noch die Pfaueninsel, während wir die größere Strecke weiter über den Wannsee nahmen. Der See ist nicht nur ein Eldorado für Wassersportler, sondern ebenso beliebt bei denjenigen, die einfach an seinen Ufern liegen oder in den netten Restaurants sitzen möchten. Mit einer Länge von 1300 m und einer Breite von 80 m befindet sich dort das größte europäische Binnenseestrandbad. „Pack die Badehose ein ..." Doch auch ein schattiges Ereignis hängt diesem Ort an. 1942 trafen sich im „Haus der Wannseekonferenz" (rechtes Ufer) die Führungsspitzen der Nazis, um die „Endlösung der Judenfrage" zu beschließen.

Durch die Brücke rechts neben der Dampferanlegestelle geht es in den Kleinen Wannsee und über den Pohlesee, den Stölpchensee durch den Prinz-Friedrich-Leopold-Kanal nach rechts in den Griebnitzsee während links der Teltowkanal weiter in den Berliner Süden führt. Am Ende des Griebnitzsees befindet sich rechts hinter der Straßenbrücke ein Biergarten, der sich zum Kaffeetrinken anbietet (Vorsicht beim Aussteigen: Steine im Wasser!) danach lugt das Jagdschloß Glienicke durch die Bäume und links sehen wir auch schon wieder den Babelsberger Park mit dem dortigen Maschinenhaus.

Am Sonntag standen dann 23 km im Rahmen der Schlösserfahrt auf dem Programm, wir mussten im Anschluss daran aber noch zusätzlich 24 km nach Berlin zurückpaddeln.

Quer über den Templiner See befindet sich Caputh mit seinem Schloß. Der kleine Ort liegt an der schmalsten Stelle zwischen Templiner- und Schwielowsee und ist neben Ferch und Werder als Erholungsort ein Inbegriff für die wald- und wasserreiche Potsdamer Umgebung. Einer der großen Verehrer dieses Fleckchens war der Große Kurfürst, der hier 1673 das Gutshaus des Generalquartiermeisters übernahm und zu einem Schloß umbauen ließ. Es ist das älteste Schloß und gilt heute als eines der wenigen frühbarocken Bauwerke der Mark. Der berühmteste Caputher war Albert Einstein, der mit seiner Segeljolle gern über den Schwielowsee segelte. Er weilte hier in seinem Sommerhaus, wo er Ruhe für Arbeit und Erholung fand.

Durch das Caputher Gemünde fahren wir über den Schwielowsee in Richtung Werder. Wir unterqueren die Baumgartenbrücke, halten uns am linken Ufer und fahren unter der Straßenbrücke der B1 in die Riegelbucht um die Riegelspitze herum in den Glindower See, wo wir uns wieder links halten und dann am hintersten Ende der Grellbucht in Petzow anlegen. Ein romantisches Dörfchen. 1825 errichtete Schinkel im Auftrag der Gutsbesitzerfamilie Kähne ein neues Gutshaus, als dessen Vorbild ein mittelalterlicher Rittersitz gewählt worden war. Heute fungiert dieses Gebäude als Hotel und Restaurant. Die Kirche auf dem Hügel geht auf Friedrich Wilhelm IV. zurück, der sie aus gelben Ziegeln errichten ließ. Besteigt man den Turm, wird man mit einem herrlichen Panoramablick über die Havellandschaft belohnt.

Hier im Hotel, in der Schmiede oder in der Gaststätte kann Mittag gegessen werden, für diejenigen, die sich Zeit lassen möchten oder von Petzow aus wieder zurück fahren wollen.

Von Petzow aus möchten wir wieder zurück über den Glindower See paddeln, an dessen Ufer sich außerdem das Ziegeleimuseum Glindow befindet. Dort gibt es zwei denkmalgeschützte Ringöfen aus dem Jahre 1868. Einer davon brennt seit 1957 ununterbrochen für Museums- und Restaurationszwecke Ziegeleiware. Er ist der einzige noch original nach dem Hoffmannschem Konzept gebaute und der letzte von insgesamt 50 Öfen dieser Gegend.

Nach der schon einmal unterquerten Straßenbrücke der B1 halten wir uns nun links und fahren zur Insel Werder. Auf dem Weg dorthin sieht man linkerhand einen Weinberg, denn hier befindet sich das nördlichste klassifizierte Weinanbaugebiet Deutschlands wo unter anderem der Werderaner Wachtelberg, ein Rieslingwein, produziert wird.

Werder bedeutet "Insel im Fluß", die Inselstadt ist gleichzeitig die Altstadt. Die Silhouette der Stadt wird gebildet durch die Bockwindmühle und die evangelische Kirche "Zum heiligen Geist". Berlinern ist die Stadt hauptsächlich wegen des guten Obstes bekannt. Jährlich ziehen Tausende in diese Region, um beim traditionellen Baumblütenfest den süffigen Obstwein zu verkosten. Auch die Fischerei und der Weinanbau werden als Traditionen weitergeführt.

In Werder könnt Ihr vor der Rückfahrt die Altstadt besichtigen, Mittag essen oder auch Kaffee trinken. Gut ist das Fischrestaurant auf der Westseite der Insel bei den Dampferanlegestellen. Mit Erhard unternahmen wir noch eine Führung über die Insel, bevor es durch den Wentorfgraben zu den Wasserfreunden zurückging. Dort haben wir unser Zelt abgeräumt, die Boote vollgepackt und zurück ging es gegen 16 Uhr nach Berlin, wo wir unseren Verein KC-Albatros gegen 20 Uhr erreichten.

Wieder mal ein super Ausflug bei super Wetter, da muss man nicht nach Mallorca oder sonstwohin.