Werder 98 km
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Wir haben einen Brückentag zu Himmelfahrt genutzt und sind zu unserer nächsten Expeditionsfahrt mit zwei Übernachtungen gestartet. Los ging es wie immer von unserem Verein KC-Albatros mit dem Ziel WSC Pirschheide, wo wir nach 25 km unser Zelt aufschlagen wollten. Der WSC Pirschheide ist auch Organisator der Schlösserfahrt, doch hierzu später mehr Informationen. Also wieder vorbei an der Pfaueninsel, unter der Glienicker Brücke hindurch und schon eröffneten sich für Gaby neue Wasserreviere. Burkhard hatte eine Rundfahrt in der nun folgenden Gegend bereits vor einigen Tagen mit 70 km als Tagestour durchgeführt und übernahm damit die Führung.

Vorbei also an Potsdam Stadt und den Anlegestellen der Weissen Flotte, durch die alte Fahrt an der Freundschaftsinsel vorbei und die Havel weiter vorbei an der Halbinsel Herrmannswerder in den Templiner See. Dabei galt es noch an einer Seilfähre vorbeizufahren, eine mächtige Schaukelei, da zu Himmelfahrt natürlich viele Motorboote unterwegs waren, die alle zum gleichen Zeitpunkt starteten und beschleunigten und damit auch entsprechende Wellen erzeugten.

Nun war auch schon die Eisenbahnbrücke Pirschheide in Sicht, hinter der direkt der WSC Pirschheide liegt. Hier schlugen wir unser Zelt auf, um anschliessend die Umgebung mit dem Restaurant Seehase, einem nahe gelegenen Campingplatz mit Imbiss und den Wald zu erkunden. Generell solltet ihr euch für diese Gegend Ohrenschützer für die Nacht mitnehmen, wenn ihr wie wir Lärm nicht gewohnt seid. Es fahren etliche Güterzüge und Regionalzüge auch in Nacht, ohne earplugs hätten wir kein Auge zugetan. Hinzu kam noch der übliche Vatertagslärm, interessant wie jeder die Ruhe und Sauberkeit sucht und erwartet und viele sich aber nicht entsprechend verhalten.

Am nächsten Tag hatten wir dann eine größere Strecke zurückzulegen, so 44 km sollten es werden. Also mit nun leeren Booten zum Schloss Caputh, weiter durch die Caputher Enge, wieder mit einer Seilfähre in den Schwielowsee. Hier war es total leer und wir zogen unsere Bahnen bis an das Seeende nach Ferch, um in Ufernähe auf dem Rückweg das Schloss Petzow zu besichtigen. Jetzt war es Zeit für die wohlverdiente Mittagspause und wir kehrten nach Unterquerung der Baumgartenbrücke in der Fischerhütte in Geltow ein, um leckeren Fisch zu verspeisen.

Soweit gestärkt ging es quer über die Havel, Werder hier bereits in Sichtweite in den Glindower See, einem der saubersten Seen in dieser Gegend, mal sehen wie lange noch bei dem regen Motorbootverkehr. Wir kreuzten ein wenig in diesem See, umrundeten die dort gelegene Insel, einen Campingplatz gibt es dort auch. Weiter ging es vorbei links an Werder, wo Gaby ein paar Einkäufe erledigte. Hier gibt es auch etliche Anlandungsstellen, die für eine Besichtigung von Werder genutzt werden können. Auf der rechten Seite gibt es auch einen Ruderverein, bei den man nach Rücksprache wohl auch seine Boote abstellen könnte.

Unser Weg führte uns dann weiter über den großen Zernsee in die Wublitz, einem beschaulichen Flüßchen, das uns an unseren Urlaub in Kanada erinnerte. Motorboote sind hier nicht erlaubt (ausser Anlieger), so dass man hier wirklich beschaulich paddeln kann. Von Leest aus ging es dann aber zurück, rechts an Werder vorbei, hier bietet sich eine hervorragende Sicht auf die Insel, dann Richtung Geltow, wieder durch die Baumgartenbrücke hindurch und zurück durch den Wentorfgraben zum WSC Pirschheide.

Den Abend ließen wir bei einem Glas Wein auf dem Bootssteg ausklingen, hier hatten wir durch ein wenig Wind Ruhe vor den stechenden Plagegeistern, wir hatten leider unsere Moskitocoils vergessen. Nächstes Mal nehmen wir auch noch Autan mit um der Mückenplage Herr zu werden.

Am nächsten Tag paddelten wir zurück bis zur Glienicker Brücke, wo ein kräftiger Schauer auf uns niederging und dann aber die Tour über den Griebnitzsee/Wannsee, die wir bereits unter Glienicker Brücke beschrieben hatten. Bei schönem Wetter legten wir noch eine Badepause ein um uns zu erfrischen bevor es zum KC-Albatros zurückging.

Wieder ein schöner Ausflug, mehr und mehr freuen wir uns auf unsere Urlaubsfahrt zur Mecklenburgischen Seenplatte im Sommer.