Schwerin 355 km
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Im Juli 2007 paddelten wir 2,5 Wochen von Schwerin nach Berlin. Natürlich paddelten wir nicht jeden Tag, dazu gab es zu viele Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke.

Zunächst düsten wir mit einem gemieteten Auto und den Kajaks auf dem Dach von Berlin nach Schwerin um dort beim Kajak und Kleinsegelverein unsere erste Station für fünf Nächte zu finden. Nachdem wir alles aus und abgeladen hatten ging es für eine erste Erkundungstour in die Stadt. Traumhaftes Schloss und auch die Umgebung alles restauriert. Zurzeit aber noch eine umfangreiche Baumaßnahme in der Werderstraße, Schwerin ist Standort für die Bundesgartenschau 2009, störte uns als Füßgänger und Padler aber wenig, Autofahrer hatten hier mehr darunter zu leiden.

Neben dem Schloss schöne Innenstadt, Rathaus, Dom, Justizpalast, historischer Bahnhof, tolle Restaurants, was will man mehr. Natürlich sind wir auch den See abgepaddelt, bei Wind und Welle geht da ordentlich was ab. Einmal eine kürzere Tour um Kaninchenwerder im Innensee und einmal eine längere bis nach Bad Kleinen und um die Liebsinsel.

Der Kanuverein am Ende einer Sackgasse gelegen mit einem Fischer, der frischen und geräucherten Fisch preiswert verkauft. So war für Stärkung gesorgt. Leider war das "Vereinsleben" für unseren Geschmack in der Nacht zu laut was den Aufenthalt etwas trübte.

Einen Tag nutzten wir noch für einen Ausflug mit der Bahn nach Wismar, nettes Hafenstädtchen, die Altstadt gerade groß genug zur Erkundung in einigen Stunden. Wer mag kann noch eine Dampferfahrt in Richtung Poel machen, wir nicht, dann doch lieber ein andermal mit unseren Kajaks. Nach fünf Tagen ging es dann los zurück Richtung Berlin, also die Boote voll gepackt, quer über den Schweriner Innensee, an Kaninchenwerder vorbei mit einem letzten Blick auf das Schloss. Dann den Störkanal entlang in die Müritz-Elde Wassertraße, die bei Dömitz in die Elbe mündet. Unsere Tour gegen die Strömung eigentlich aber durch die vielen Schleusen hielt sich das in Grenzen. Unterwegs bis Plau etliche sehr schön gelegene Wasserwanderrastplätze, teilweise als DKV Kanustation ausgezeichnet.

Wir übernachteten auf dem in Malzow und Burow, der in Lübz hat uns aber auch sehr gut gefallen, schönes nettes Dorf angrenzend. In Plau verbrachten wir zwei Nächte, der Wind blies so stark, dass an eine Querung des Plauer Sees mit ca. 5 km nicht zu denken war. Hat sich auch gelohnt, so hatten wir ausreichend Zeit Plau zu erkunden, Vorräte aufzufüllen und Wäsche zu trocknen.

Am nächsten Tag ging es dann weiter über Lenz, Malchow nach Waren unseren Lieblingsort in der Mecklenburgischen Seenplatte. Ab hier kannten wir dann die Strecke, hatten wir die Mecklenburgische Seenplatte bereits einmal in 2002 mit 600 km abgepaddelt. Also wieder längst über die Müritz mit Zwischenstop in Ludorf. Wir wurden etwas durchgeschaukelt bei den Wellen, aber alles noch beherrschbar. So erreichten wir dann am gleichen Tag noch Mirow für eine Nacht, um dann über Fürstenberg, Zehdenick, Lehnitz den letzen Rest nach Berlin zu paddeln.Bei unserer letzten Übernachtung am Niederneuendorfer See auf dem WCH Gelände hatten wir Marderbesuch. Es waren zwei, die ihre Spuren an Neoprenschuh, Gummischnur am Kajak und Zeltschnur hinterließen, was uns weniger erfreute.

So hatten wir dann wieder einiges vom Wasser aus gesehen, einige Schwielen und Blasen an den Händen, dafür um etliche Eindrücke reicher.