Tangermünde 334 km
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Dieses Jahr 2009 nutzten wir unseren dreiwöchigen Sommerurlaub für eine Kajaktour direkt von unserem Kajak-Club Albatros für die Fahrt über den Elbe-Havel-Kanal, die Elbe über Tangermünde bis nach Havelberg und von dort die Havel zurück nach Berlin. Eine schöne Rundtour von ca. 340 km ganz in Ruhe.

Los ging es wieder direkt von unserem Verein in Spandau, dem Kajak-Club Albatros über den Sakrow Paretzer Kanal bis zum Campingplatz Ketzin. Hier bereits stramm Gegenwind, der uns fast den ganzen Urlaub begleiten sollte. Dann weiter bis zum Kanuverein nach Kirchmöser, der leider ziemlich dicht an der Bahn liegt, doch wer viel paddelt ist müde und schläft dann auch. Dafür gutbürgerliche und preiswerte Küche in dem Restaurant auf dem Platz. Wie so oft bei den Vereinen natürlich Platz in der ersten Reihe mit traumhaften Ausblicken. So in 5 Minuten Marschentfernung am Bahnhof gibt es einen Gemischtwarenladen, bei dem wir morgens frische Brötchen geholt haben. Fleischer gibt es auch und noch ein Restaurant an der gegenüberliegenden Ecke mit preiwertem leckeren Fisch.

Nach zwei Übernachtungen ging es dann weiter bis nach Genthin den Elbe-Havel-Kanal entlang. Wir sind hier einen kleinen Umweg über den Rosdorfer Altkanal gepaddelt, um etwas anderes ausser Steinschüttungen zu sehen. Genthin auf den ersten Blick eher düster, entpuppte sich dann aber doch als recht interessant mit schöner Innenstadt, klasse Restaurant im Hotel Stadt Genthin, vielen Biergärten und letzendlich viele nahegelegene Einkaufmöglichkeiten beim Kanu-Club. Die nebenanliegende Marina bietet einigen Motobooten Platz und war unsere zwei Tage dort immer recht gut belegt. Ab Freitag machte da ein Rummel auf, zum Glück wollten wir sowieso weiter.

So ging es denn weiter nach Tangermünder, der Stadt mit der besten Kulisse schlechthin und das noch von der Terrasse des, man kann schon fast sagen, Luxusbootshauses des dortigen Ruderclubs. Gewöhnungsbedürftig für uns allerdings die Kichturmuhr, die die ganze Nacht durchbimmelte (Um Mitternacht dann 4 mal und noch 12 mal in hellerem Klang hinterher). Ansonsten aber alles was unser Paddlerherz braucht, nette Aufnahme im Verein, gute Einkaufmöglichkeiten, tolle Sehenswürdigkeiten. So blieben wir dann hier auch drei Nächte, es hat sich gelohnt. Hier haben wir dann noch ein nettes Paar kennengelernt (Konstanze und Matthias) die uns unterwegs oder auf den Übernachtungsplätzen immer wieder begegnet sind, weil sie die gleiche Runde gedreht haben.

Weiter ging es dann auf der Elbe bis nach Havelberg. Die 39 km vergingen wie im Flug, erreichten wir doch mit der Strömung bis zu 13,5 km/h, doch so einiges mehr wie 6,5 km/h bei dem strammen Gegenwind auf stehenden Gewässern. Den Rest der Strecke kannten wir ja schon von unserer Tour Berlin-Hamburg, nur andersherum. So blieben wir noch 2 Tage in Havelberg, eine Nacht in Grütz (einfaches Restaurant bei der Marina), dort kamen wir in den Genuss das Vorzelt eines Wohnwagens mitbenutzen zu dürfen um anschliessend 3 Nächte in Rathenow zu verbringen. Insgesamt haben wir also weniger unser Augenmerk auf das Abspulen von Kilometern gelegt und haben stattdessen uns mehr Zeit für die Städte am Rande gelassen.

In Rathenow gibt es in der Goethestrasse am Kulturhaus vorbei in einem blauen Haus eine Pizzeria mit Steinofenpizza wo man sich die Zutaten selbst aussuchen kann. Wir konnten nicht widerstehen und haben so eine 40 cm Durchmesser Familienpizza bestellt, die wir allerdings nicht geschafft haben, so blieb noch was für den nächsten Tag. In Rathenow interessant der gepfegte Optikpark, der im Rahmen der Landesgartenschau entstanden ist. Wir sind dann noch rauf zum Bismarckturm mit schöner Aussicht auf die Umgebung.

Weiter dann nach Premnitz über die Mögeliner Havel aber nur für eine Nacht. In dem Restaurant in Milow über die Brücke beim Kanuverein gibt es ein Restaurant Zum Rittergut mit erstaunlich umfangreicher Speisekarte. Zum Einkaufen ist es allerdings besser bis zur Promenade in Premnitz zu paddeln.

Weiter ging es bis nach Plaue zum dortigen Ruderverein. Essen und Enkaufen gibt es über die ehemalige, jetzt etwas heruntergekommene Brücke. Mit einer erneuten Übernachtung beim Campingplatz Ketzin sind wir dann nach Werder um auch hier noch zwei Nächte zu verbringen. Da waren wir zwar schon des öfteren, ist aber immer wieder einen Besuch wert. Nach den drei Wochen hatten wir Hunger auf Chinesisch und haben tatsächlich ein Restaurant gefunden, immer die Hauptstrasse lang von dem Brückenübergang nach Werder aus gesehen und an Netto vorbei. Mi/Fr und Sa gibt es das Buffet für 8,80 Euro. Da wir ja immer unseren kleinen Minigrill und einen 3 Kilosack Grillkohle dabei haben, konnten wir einem Sonderangebot von Netto nicht widerstehen und haben am letzten Tag noch 750 g Nackensteak verdrückt.

Das gab dann die nötige Kraft für den letzten Tag unserer Heimreise, bei dem starken Ausflugsverkehr auf dem Wasser und 30 Grad nochmal eine echte Herausforderung auf 34 km. Insgesamt mal wieder eine schöne Tour, habt Ihr weitere Fragen schickt uns eine Mail.