Bad Staffelstein
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Bad Staffelstein 2010

Dieses Mal hatten wir uns für unseren Haupturlaub zu einer Kombination aus Bahn und Radreise entschieden.

Wir sind mit dem IC nach Naumburg und dort mit der Regionalbahn nach Lichtenfels. Die Fahrt insgesamt mit 6,5 Stunden recht lang, man kommt mit dem ICE auch in knapp 3 Stunden dahin, aber der nimmt ja bekanntlich keine Fahrräder mit. So sind wir dann gut am Bahnhof angekommen in Lichtenfels und mit dem Gepäck noch 17 Minuten zu unserer Pension am Krausenbach nach Staffelstein im Ortsteils Wolfsdorf gefahren und von Familie Weiß nett empfangen worden.

Schön angelegte Radwege abseits von der Bundesstraße. Gaby hat zwischendurch rückwärts geschaut, weil sie meinte, dass da was am Hinterreifen schleift und ist dadurch ins nächste Maisfeld gefahren. Zum Glück kam gerade kein Auto entgegen und gestürzt ist sie auch nicht.

Die Pension echt klasse, das Zimmer ist 5 Sterne würdig, mit Super Ausblick vom Balkon über die Felder und Berge und auf Kloster Banz. Wir sind dann von unseren Freunden Elke und Lutz abgeholt worden, die in der Nähe ein Haus haben. Auf ihrer Terrasse haben wir Kuchen gegessen, Haus und Garten besichtigt, auch ebenso schön und ruhig gelegen wie unsere Pension mit tollem Weitblick.
Zum Abendessen kehrten wir in den Berggasthof Banzer Wald ein und haben unsere erste bayrische Brotzeit genossen zu akzeptablen Preisen. Der Berggasthof schön gelegen mit Blick auf Kloster Banz. Elke und Lutz haben uns dann noch über Kloster Banz, uff die Straße dort mit 20 % Steigung müssen wir demnächst mit dem Fahrrad hoch, und Lichtenfels mit einigen Erklärungen wieder zurückgefahren. Abends kann man sich immer ganz gut an der hell erleuchteten Kirche Vierzehnheiligen orientieren.

Am Sonntag dem 15.8.2010 stand ein Bierfest in Bad Staffelstein an. Gerade richtig für uns als Nichttrinker, aber es gab ja auch noch anderes zu trinken. Zufällig haben wir nebenher im Gasthof Adam Riese, nach diesem Mathematiker „rechnet“ sich vieles in der Stadt, ein Büffetangebot gesehen, immer jeden ersten und dritten Dienstag im Monat. Typisch deftige Hausmannskost mit Schäufele, Rostbrätel, Wild und Knödel mit Sauerkraut usw. Das alles all you can eat und einen Schnaps dazu für 12 Euro, da kann man nicht meckern, da muss man essen. Leider regnete es, so dass wir das Fest von einem Unterstand bei der Tourist Information beobachtet und dabei mindestens eine Stunde mit einem Rettungssanitäter geschnackt haben über Land und Leute. Es gab tatsächlich Freibier von sechs unterschiedlichen Brauereien aus dem Fass, dazu spielten mehrere Kapellen und zig Buden sorgten für das leibliche Wohl. Auf der Rückfahrt sind wir noch in das Restaurant Treibhaus eingekehrt und haben hier nun das erste Mal Schäufele gegessen, ist eigentlich für uns wie ein Stück Schweinhaxe mit Kruste.

16.08.2010 Heute sind wir in die Korbmacherstadt Lichtenfels gefahren mit den Rädern. Da haben wir bei den Besichtigungstouren schon bemerkt wie steil es werden kann. Wir sind auf den Burgberg rauf und haben den Ausblick über die Stadt genossen. Runter zum Stadtschloss ging es dann in Schussfahrt. Haben uns das obere oder Kronacher Torturm etwas näher angeschaut, bevor es zum historischen Rathaus mit riesigem geflochtenem Blumenkorb davor ging. Neben einer evangelischen Kirche gibt es noch drei katholische Kirchen. Durch das untere oder Bamberger Tor verlässt man die Fußgängerzone wo Fahrradfahren erlaubt ist. Natürlich gibt es hier auch diverse Eiscafés und Bäcker und Fleischer, so dass für das leibliche Wohl gesorgt ist. Die Restaurants fanden wir aber nicht so toll, da sind wir lieber in Bad Staffelstein eingekehrt.

17.08.2010 Am nächsten Tag ging es mit den Rädern über den Staffelberg nach Vierzehnheiligen. Welch eine Tour, steil bergauf, teilweise mussten wir schieben und dann noch strömender Regen und der Wind peitschte den Regen fast waagerecht auf uns zu. Aber das härtet ab und immer Dienstag um 14.30 findet in der Basilika eine Führung statt. Ein Franziskaner Mönch erklärt die Gemälde und die Geschichte zur Entstehung der Wallfahrtskirche genau an diesem Ort. Vorher sind wir noch in der alten Klosterbrauerei - wer mag kann frisches Bier kaufen als Mitbringsel - eingekehrt und haben uns für die Abfahrt gestärkt. Den Berg runter waren wir in 10 Minuten, wo wir vorher eine Stunde rauf sind. Wir haben uns dann einen heißen Tee gemacht bevor es zu dem vorher reservierten fränkischen Buffet im Gasthof Adam Riese in Bad Staffelstein gehen sollte. Sollte weil es leider abgesagt wurde, es haben sich wohl nicht genug Gäste gefunden. So sind wir in den an unserer Pension am nächsten gelegen Gasthof Zipfel in Grundfeld durch den immer noch anhaltenden Regen geradelt. Sie haben große Auswahl an schmackhaftem Essen zu zivilen Preisen.

18.08.2010 Heute pendelten wir zwischen Lichtenfels und Bad Staffelstein. Wir haben Kettenspray für die Fahrräder besorgt, bei dem vielen Regen haben diese zwischenzeitlich Rost angesetzt. Nun läuft es wieder rund. Wir haben eine Standpumpe mit Manometer besorgt, da bekommt man doch mehr Druck auf die Reifen als mit der zum Fahrrad gehörigen Minipumpe. In Staffelstein haben wir uns bei der Tourist Info einen Stadtplan besorgt und uns erkundigt wo und wann der Bus nach Kloster Banz abgeht. Der Bus ist übrigens im Kurbeitrag einschließlich Eintrittsermäßigung enthalten. Sehr günstig Mittagessen waren wir für 4,90 Euro gute Auswahl beim Schusterhäusla, für 5,20 gibt es aber auch Essen beim Treibhaus, die Straße in Richtung Lichtenfels weiter runter. Zum Abend hin haben wir die Besichtigung der in unserem Ortsteil Wolfsdorf ansässigen Obstbrennerei durchgeführt. Einige Schnäpse haben wir probiert, teilweise bis 42 % hoch, haben uns das Verfahren erklären lassen und auch zwei Sorten erstanden, bevor wir die nur wenigen Schritte zu unserer Pension zurückgetorkelt sind.

19.08.2010 Den Kurpark hatten wir ja bereits bei unserer gestrigen Tour von außen umrundet. Heute sind wir da mal rein und haben was für unsere Gesundheit getan. Da gibt es zwei Grenadierwerke, also ordentlich salzhaltige Luft inhaliert und die Ruhe auf uns wirken lassen. Im Gasthaus am Turm haben wir zu Mittag gespeist bevor es mit dem Bus (Fahrt im Kurbeitrag einmal hin und zurück enthalten) auf den Berg zum Kloster Banz ging. Fahrradfahren wollten wir uns bei 20% Steigung dann doch nicht antun, zumal wir da oben ja noch laufen wollten. Ein Kloster ist das schon lange nicht mehr, ist nun ein Tagungsort der CSU und sonstiger Interessenten, die letzten fünf Mönche konnten die Anlage einfach nicht mehr unterhalten. So wurde sie für einen symbolischen Preis von einen Euro verkauft. Ein Vielfaches musste natürlich noch hineingesteckt werden. Der Busfahrer hat uns vor der Rückfahrt noch so einiges zum Kloster Banz erklärt und hat uns noch eine Stadtführung am gleichen Abend ans Herz gelegt. Für uns war es für heute aber genug, man muss es ja nicht übertreiben.

20.08.2010 Heute hat die Sonne gelacht und wir haben einen Kirchenbesuch in Lichtenfels nachgeholt und sind anschließend von dort mit der Bahn nach Kronach. Wir haben die Unter- und die Oberstadt besichtigt. Zum Glück waren wir ohne Fahrrad da, es ging wieder steil nach oben. Nette Burg Festung Rosenberg genannt, viele historische Gebäude und schöne Wege entlang der Haßlach und der Kronach. Wer zur rechten Zeit da ist, kann auch auf der Festung Rosenberg im dortigen Freilichttheater Faustaufführungen besuchen. Die Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptista haben wir besichtigt, ist natürlich mit Vierzehnheiligen nicht zu vergleichen. Im Gasthof zum scharfen Eck haben wir zu Mittag gespeist, die Terrasse draußen unmöglich, da fahren ständig die Autos direkt dran vorbei, deshalb seit 125 Jahren zum scharfen Eck. Ist wie in Bad Staffelstein, irgendwie zwängen sich die Autos durch enge Gasse möglichst nahe an Cafestühlen vorbei. Da wir noch etwas Zeit hatten sind wir durch den ehemaligen Park der Landesgartenschau geschlendert, am Eingang ein Denkmal für den Industriellen Löwe, viele Fernseher in einem Turm.

21.08.2010 Wieder ein schöner Tag und wir haben ihn genutzt, um zum Staffelberg mit den Rädern rauf zu fahren. Also wieder steil nach oben bis Rhomansthal und dann noch ein Stück weiter noch steiler hinauf. Den letzten Rest sind wir dann gelaufen. Oben eine nette Gastwirtschaft und in der Kirche war gerade eine Trauung, entsprechend Betrieb war dort. Viele Ausflügler auch zu Fuß und mit dem Auto. Da es uns oben zu voll war sind wir iim Ort im Gasthof zur schönen Schnitterin eingekehrt bevor es zum Backofenfest nach Schwabthal ging. Man muss die Feste hier eben feiern wie Sie fallen. In Schwabthal haben wir lecker Brot aus dem Holzofen gekauft und uns einigen Kuchen und einen Pott Kaffee gegönnt. Man merkt hier den bayrischen Einschlag, die Hotels und Gasthöfe mit den typischen Balkonen. Zurück dann möglichst Fahrradwege zum Teil entlang an einem gurgelnden Bach. In Bad Staffelstein haben wir noch einen Schwenk über Schönbrunn gemacht und haben dort auf einer Bank den Ausblick auf Kloster Banz genossen. Im nächsten Ort haben wir den Gasthof Müller (Mittwoch und Donnerstag Ruhetag) in Reundorf besichtigt. Wir wollten zum Abend ja nur eine simple Brotzeit, da war die Auswahl nicht so toll, aber die Mittagsspeisen haben sich ganz gut angehört. So sind wir dann wieder bei Zipfel eingekehrt und haben dieses Mal dank schönem Wetter auf der Terrasse gesessen.

22.08.2010 Auf nach Coburg hieß es heute am Sonntag. Also mit den Fahrrädern bis zur Bahn in Lichtenfels. Diese dann dort gut angeschlossen und ab geht der Zug. Da es heute ziemlich warm war sind wir zu erst auf die Veste Coburg rauf, wieder steil den Berg hinauf wandern, aber nur ca. 35 Minuten mit einigen Fotostopps zwischendurch für das Schloss Ehrenfels. Oben auf dem Berg gibt es eine Gaststäte und direkt innerhalb der Burg auch noch eine Burgschänke wo wir eingekehrt sind (für jeden Geschmack etwas auf der Speisekarte von 4,90 € bis 12 €).Lästig zurzeit die Wespen, wir essen meist drinnen. Auch wieder die Burg (hier heißt das Veste Coburg) erkundet. Wer mag kann auch noch in diverse Museen. Wieder unten nach unserer Stärkung in der Burgschänke haben wir die Altstadt erkundet, sind in die Kirche St. Moritz (evangel.) rein, mit vielen Figuren gestaltetem Altar ohne viel goldenen Schnörkel. Mit der Bahn dann wieder zurück in Lichtenfels haben wir uns noch einen Eisbecher in der besten Eisdiele Dolomiti (Eisbecher von 4,90€ bis ca 10€) am Platz gegönnt.

23.08.2010 Heute waren wir faul und haben nur kurz einige Sachen im Supermarkt besorgt. Dann sind wir im Gasthof Müller in Reundorf zum Mittagessen eingekehrt, den wir neulich für eine Brotzeit verschmäht hatten. Das Mittagessen war aber wirklich klasse. Frische Forelle gebacken und Wildscheinbraten mit Kartoffelklöße und Rosenkohl. Danach nur eine kurze Runde nach Bad Staffelstein zu einem uns bereits bekannten Bauern, der in der Nähe der Ober Main Therme einen Stand hat mit leckeren Äpfeln und Pflaumen hat. Viel köstlicher als im Supermarkt.

24.08.2010 Der Morgen fing noch ganz vielversprechend an. Wir sind mit den Rädern nach Nedensdorf gefahren und haben uns die Brauerei dort angeschaut und den Gasthof. Hat aber montags Ruhetag und auch sonst Wochentags erst ab 17 Uhr offen. Das Besondere an dem Gasthof ist aber, dass das dort gebraute Bier nur für den eigenen Ausschank genutzt wird. Burkhard hat es sich dann nicht nehmen lassen und dann noch die 20% ige Steigung zum Kloster Banz hoch, war ziemlich anstrengend, ab dem Ortseingangsschild war denn auch schieben angesagt. Dann ging noch ein mächtiger Schauer runter, der die Abfahrt nur mit angezogenen Bremsen zuließ, wir wissen ja nicht wie die neuen Räder bei einem Tempo dieses Gefälle reagieren. Nach dem Mittagessen in der Gaststätte Adam Riese ging es hoch nach Vierzehnheiligen, es mussten ja Bilder mit blauem Himmel her.

25.08.2010 Wandertag, das ist doch mal was anderes. Also die Räder stehen gelassen und zu Fuß die ruhige Straße nach Bad Staffelstein mit Blick auf Kloster Banz und die Staffelsteine. Den Ort dann etwas unsicher gemacht, beim Schustahäusla eingekehrt (alle Mittagsgerichte 4,90€) und über Rohmansthal und dem Hasenweg immer auf dem Kamm nach Vierzehnheiligen. Zurück ging es einen Stufenweg der hinter dem Cafe Sonne begann und wieder in einen Wanderweg mündete immer leicht bergab. Bei Wolfsdorf Krausenbachstr. kamen wir an. Schöner Rundweg von knapp 12 km bei Sonne und nicht zu hohen Temperaturen.

26.08.2010 Bamberg Weltkulturerbe stand heute auf dem Programm. Und für wahr, ziemlich viele alte Gemäuer auf engstem Fleck, nur leider auch ziemlich voll, zumal gerade die Dreharbeiten zum neuen Hollywoodfilm die Drei Musketiere stattfanden. Orlando Bloom spielt da mit, wer immer das auch ist, soll bekannt sein aus Fluch der Karibik. Natürlich hat die Filmcrew mit ihren vielen LKWs einiges in Bamberg zugestellt, so dass sich die Autos mal wieder durch enge Altstadtgassen Bambergs stauten. Nichtsdestotrotz haben wir uns die Straße hoch bewegt bis zum Michaelsberg mit dem ehemaligen Bendiktinerkloster St. Michael. Schöner Ausblick über Bamberg von dort oben. Weiter unten den Kaiserdom St.Peter und St.Georg besichtigt, ist aber bei weitem wiederum nicht so prunkvoll wie Vierzehnheiligen. Sehr schön auch das alte Rathaus über eine Brücke zu erreichen, von der wiederum Ausblicke auf Kleinvenedig an der Regnitz und die Inselstadt mit Schloss Geyerswörth möglich sind. Eingekehrt sind wir dann in einer Spaghetteria Orlando ( Mittagskarte Gerichte für 4,90€) an der Jesuitenstraße, es sollte mal was anderes als fränkisches Essen sein. Bamberg hat etliche Restaurant, aber durch die Fülle von Menschen sind diese alle auch sehr voll. Wir sind abschließend über den grünen Markt mit Besichtigung der Kirche St. Martin und dem Maximiliansplatz mit neuem Rathaus, über die gerade im Bau befindliche Kettenbrücke (hat wirklich Glieder wie bei einer Fahrradkette) zurück mit der Bahn nach Bad Staffelstein.

27.8.2010 und 28.08.2010 Die letzten beiden Tage unseres Urlaubs haben wir es ruhig angehen lassen. Wir sind quasi nur noch zum Essen gefahren. Dabei hat es einmal so stark geschüttet, wie wir es sonst nur aus Asien kennen. Zum Glück ist unsere neue Digitalkamera bis 10 m wasserdicht. Wir sind trotzdem mit den Rädern in das Korbmuseum nach Michelau, kleine 40 km Tour über Berg und Tal, weil wir über Krappenroth gefahren sind. Sehr interessant den Wandel in der Korbmacherindustrie über die Jahre zu verfolgen und viele teilweise recht filigrane Ausstellungsstücke. Zum Essen sind wir in die Brauerei Redlitz in Nedensdorf mit selbst gebrautem dunklem Landbier und der Tag war gerettet. Fazit: So war das ein schöner Urlaub in einer modernen Pension am Krausenbach bei Familie Weiß mit Bauernhof. Kühe, Schweine, Hühner alles da, so hatten wir immer frisches auf dem Tisch aus eigener Herstellung. Bei uns gab es einmal in der Woche von Familie Weiß Freibier vom Fass und alle Gäste sitzen in einer Runde gemütlich zusammen.