Tegernsee
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Unseren diesjährigen Haupturlaub verbrachten wir in Bad Wiessee am schönen Tegernsee.

Hin und zurück mit der Deutschen Bahn, die auf der Hinfahrt mit fünf Minuten Verspätung abfuhr aber in München superpünktlich ankam. Auch die Bayrische Oberlandbahn von München nach Gmund am Tegernsee sehr pünktlich, mit dem Komfort von einem ICE kann sie aber nicht mithalten.

Gebucht hatten wir für knapp drei Wochen eine etwas über 50 qm große Ferienwohnung über das Internet und wir wurden nicht enttäuscht, schöne Lage nicht weit vom See und Zentrum und gut ausgestattet immerhin mit drei Sternen ausgezeichnet. Bäcker und Tengelmann zum Einkaufen sind in der Nähe. Aldi ist erreichbar mit dem Bus bis Haltestelle Riedsäge. Gleich in der Nähe befindet sich der Campingplatz.

Die Wohnung Aueralm  super ausgestattet mit zwei Balkonen, wir ziehen den am Schlafzimmer vor, da er ruhiger nach hinten raus gelegen ist mit schönem Blick auf die Berge.

Am ersten Tag haben wir dann bei strahlendem Sonnenschein Bad Wiessee und die Seepromenade erkundet und sind zum Mittag im Restaurant Königslinde eingekehrt, direkt an der Dampferanlegestelle. Preiswerte schmackhafte Mittagsmenüs mit drei Gängen für um die 12 Euro, da kann man nicht meckern. Wer mag kann auch Seniorenteller zum verminderten Preis ordern.

Am Ende in Bad Wiessee Abwinkl noch ein Riesenaquarium Aquadome, wo die heimischen Fische in riesigen Tanks besichtigt werden können. Wer mag kann dort auch gleich im angeschlossenen Bistro Fisch verspeisen.

Zum Nachmittag ging es zum Seefest nach Rottach Egern, den Schicki Micki Ort am Tegernsee. Luxushotel neben Luxusboutique, na ja wer das braucht wird hier fündig. Alle hatten Holzbänke und Tische aufgestellt für eine zünftige Gaudi. Mehrere Vorführungen mit bayrischem Brauchtum rundeten das Ganze ab.

Uns wurde das Ganze dann aber zu Voll und wir haben das Weite gesucht und wieder mehr auf Erholung gemacht.

An einem Tag sind wir direkt von unserer Unterkunft hoch zum Freihaus gewandert, ein Restaurant mit schönem Blick auf den Tegernsee. Immer am Breitenbach lang bergauf, dann aber auf ebenen Wegen auf einem Kammweg bis es am Zeiselbach dann wieder in Richtung Bad Wiessee Zentrum zurückgeht. Zum Mittagessen sind wir dann im Restaurant Zum Helden im Hotel Kureck eingekehrt. Schmackhaften deftiges Essen mit super Salatteller. Es gibt auch Seniorenportionen.

Ein Vorteil der Gästekarten ist auch, dass man die Busse rings um den Tegernsee benutzten kann. So sind wir dann auch an einem schönen Tag aufgebrochen, um die Orte zu besichtigen. Gmund war schnell erkundet, Tegernsee wiederum malerisch direkt an den Tegernsee geschmiegt dauerte schon etwas länger. Wir sind am Rathaus raus, sind ein Stück die Seepromenade entlanggeschlendert bis zum Point mit Sandstrand, wo die Drachenflieger, die vom Wallberg starten, landen. Dort kann man auch für 1,80 Euro mit einem Ruderboot nach Rottach Egern übersetzen. Zurück zum Schloss, wo noch die Tische und Bänke vom Tegernseer Waldfest aufgebaut waren (abends gibt es da immer Feuerwerk) sind wir im berüchtigten Tegernseer Brauhaus eingekehrt und haben eine deftige Haxe mit Gurkenkartoffelsalat verspeist.

Nach der Besichtigung der Schlosskirche ging es weiter mit dem Bus bis nach Rottach Egern, wo es im Vergleich zu dem letzten Seefest etwas beschaulicher zuging. Dank Wind und Wochenende waren auch viele Segler unterwegs, erinnerte uns an unsere Seglerzeiten.

Lediglich die Bank hat uns enttäuscht war doch abheben nicht möglich, wahrscheinlich stand mal wieder einer auf der Leitung. Egal wir hatten ja noch genug Bargeld, so mussten wir nicht verhungern.

Nach der Seeumrundung zurück in unserer Ferienwohnung haben wir den Rest des Tages relaxt und unsere mitgebrachten Brezeln zum Abend verspeist.

Einen schönen Ausflug haben wir zur Schwaiger-Alm gemacht. Mit dem Auto bis nach Kreuth (da kommt man auch mit dem Bus hin) und dann auf ebenen Wegen (ja man muss nicht immer einen Berg hinauf zu einer Alm. Zunächst an der Weißach entlang mit malerischen Ausblicken auf die umliegenden Bergen, den gurgelnden Bach im Ohr. Ein kleiner Wasserfall noch unterwegs, was will das Wanderherz mehr.

Auf dem Rückweg haben die Finanztransaktionen bei der Bank dann funktioniert und wir sind zum Lunch mal wieder im Helden in Bad Wiessee eingekehrt, wo man auch lecker selbst gemachte Torte vom Konditor erstehen kann.

Zwischendurch immer wieder ein Regentag, gut zum Relaxen.

Aber dann wieder schönes Wetter und auf ging es zur Auer-Alm (kein Ruhetag) auf ca. 1300 m. Von unserer Ferienwohnung Auer-Alm zur Auer-Alm, eine schöne 5 Stunden Wanderung über den Sonnenbichl mit Restaurant  immer am Zeiselbach entlang mit einer  ziemlichen Steigung zum Ende hin. Zur Belohnung gab es auf der Alm Leberkäse und einen Hefeklops mit Vanillesoße. Blauer Himmel, schöner Blick auf die umliegenden Berge, was will das Wanderherz mehr. Zurück sind wir dann einen anderen Weg über den Söllbach. Auch dort unten wieder ein nettes Restaurant Söllbachklause, Montag und Freitag Ruhetag. Wir haben noch einen Abstecher über die auf einem Hügel gelegene Maria Himmelfahrtkirche gemacht mit Blick auf den Tegernsee, den wir im Anschluss auch noch einen Besuch abgestattet haben. Beim Italiener noch ein Eis und dann ab auf unsere Hütte zum Kühlen der heißgelaufenen Füße. 

Und es regnete weiter …...

Der Blick auf das Onlinewetter versprach für München Sonne, also nahmen wir ein Angebot wahr, mit dem man mit einem Tagesticket für 9 Euro nach München mit dem Bus hin und zurück kommt, das ist eine Ersparnis von 50% gegenüber dem  regulären Tarif.

Also ging es zum Hauptbahnhof Nord und nach nur wenigen Schritten am Justizgebäude vorbei, waren wir schon am Karlsplatz (Stachus). War bisher kaum ein Tourist zu sehen, waren wir plötzlich am Marienplatz und dem Rathaus von einer Menschenmasse umgeben. War das einer der berüchtigten Flashmobs? Nein, die Erklärung kam kurze Zeit später. Um 11.00 Uhr erklang Musik und die große Spieluhr im Rathausturm bewegte sich, schön gemacht mit den Figuren.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp marschierten wir weiter kurz am Münchener Hofbräuhaus vorbei zur Luxusflaniermeile Maximilianstraße (Geschäfte von Gucci, Versace,  Dior, Escada,  Louis Vuitton etc.), am Nationaltheater vorbei, dem Regierungsgebäude und dem Völkerkundemuseum bis zum Maximilianeum, in dem der Bayerische Landtag tagt, nachdem wir die zwei Brücken über die Isar überquert hatten.

Eingekehrt sind wir zum Mittag im Hofbräuhaus und haben deftig gespeist. Es wurde immer voller, zum Glück waren wir im ersten Stock und konnten etwas mehr in ruhiger Umgebung speisen. Der Lärm im Erdgeschoss und die Fülle mit immer wieder nachströmenden Menschenmassen ist nichts für uns, sollte man aber mal gesehen haben zumal dort unten auch noch eine Kapelle spielte.

Gut gestärkt ging es weiter zum Hofgarten mit Blick auf die Theaniterkirche und die Residenz. In letzterer haben wir den Innenbereich besichtigt, dort gibt es dann auch das Cuvilliés-Theater im Rokoko Stil und der sehenswerte Wittelsbacher Brunnen im Brunnenhof der Münchner Residenz.

Einen kurzen Abstecher in den Hofgarten bis zur Staatskanzlei. Schön angelegter Park aber auch wieder gut besucht.

Vorbei am Ruhmesdenkmal haben wir die Theaniterkirche besichtigt und sind dann noch zum Dom der lieben Frau (Frauenkirche).  Hier kann man dann auch auf den Turm rauf, aber nicht am Sonntag, das Wetter war denn auch nicht so toll, dass sich das gelohnt hätte.

Es hieß dann Abschied nehmen, für den kurzen Aufenthalt haben wir ganz gut was gesehen, wie in jeder Großstadt kann man aber auch in München locker gut mehrere Wochen verbringen.

Natürlich mussten wir auch auf den Hausberg der Tegernseer (Wallberg). Also mit der Seilbahn hoch und runter für 16 Euro pro Person und dann noch den Aufstieg zum Gipfelkreuz mit knapp 100 m, teilweise recht steil mit unwegsamen Gelände. Wir empfehlen den Aufstieg am frühen Vormittag, als wir zurück kamen glich das Ganze schon einer Völkerwanderung. So hatten wir die Kirche, den Gipfel und das Restaurant noch bei erträglicher Fülle genießen können. Schöne Rundumsicht von da oben bis auf die Berge in Österreich und auch bis nach München über den Tegernsee in seiner ganzen Schönheit.

Wieder im Tal haben wir das schöne Wetter genutzt und sind mit dem Motorboot über den See (alles Elektro mit 500 Watt), kostet 16 Euro die Stunde, das hat gereicht um bis Rottach Egern zu kommen, am Kloster Tegernsee vorbei zu schippern und an der Haupt Seepromenade wieder anzulegen. Gemütliche Runde ohne jeden Geschwindigkeitsrausch mit wieder neuen Ansichten von der Seemitte. Beim Italiener an der Post noch einen Eisbecher und der Tag war gerettet. Leider gab es hier weit und breit kein Kajak zu mieten, sonst hätten wir den See locker abgepaddelt. Soll ja nur 6 km lang sein und max. 2 km breit.

Am letzten Tag waren wir dann im Alm Rausch, gleich drei Almen besichtigt. Mit dem Bus nach Rottach Egern Post, dort umsteigen in den Bus bis zur Moni Alm. Da freute sich unsere Gästekarte wieder, umsonst Bus fahren und noch die Mautgebühr da hoch sparen (Autofahrer dürfen da 4,50 Euro für die Strecke bezahlen).  

Die Moni Alm ist leicht zu erreichen, das ist die Endhaltestelle für den Bus. Wir sind dann noch zum Suttensee gewandert und haben eine Tour den Berg hoch zur Hafneralm (hier gibt es viele Kleintiere wie Ziegen, Hasen, Gänse, Hühner etc. für Kinder sehr interessant) und zur Bäckeralm den Berg runter gemacht. Erkundigt euch besser bei den außerhalb gelegen Almen und Restaurants wann die Ruhetage haben bzw. bis wann dort offen ist. Man freut sich auf eine Stärkung und dann das Schild „heute Ruhetag“. Wir haben zwar eh immer etwas Proviant und etwas zu trinken dabei, trotzdem kehren wir immer wieder gerne ein.

So waren auch die drei Wochen schnell vorbei, mal schauen wo uns unser nächster Urlaub hinführt.Bilder gibt es wie immer in unserer Bildergalerie unter der Rubrik Deutschland und dann Tegernsee.