Riesengebirge
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Hatten wir seit ewigen Zeiten unseren Urlaub vorzugsweise an und auf großen Gewässern verbracht, zog es uns dieses Mal in die Tschechei ins Spindlermühltal, einem bekannten Urlaubsgebiet im Riesengebirge. Dort oben entspringt die Elbe, die dank viel Regen in unseren ersten Tagen zu einem reißenden Fluß mit wuchtigem Wildwasser wurde und Straßen wegspülte.

Der Ort Spindlermühle nett an der Elbe gelegen mit ausreichend Restaurants und noch mehr Hotels und Pensionen. Preiswertes Essen und Trinken, sofern man sich auf tschechisches beschränkt. 0,5 l Bier z.B. ca. 1,20 Teuro, Kännchen Kaffee mit Apfelstrudel ebenso, Menü mit Suppe und Nachspeise für 3,50, man kann allerdings für edlere Sachen auch weit mehr ausgeben aber immer noch weit billiger als bei uns.

Das Hotel Palace Club für den Preis (36,50 mit HP für zwei Personen) auch ziemlich gut, wir hatten ein Zimmer nach vorn raus im obersten Stockwerk mit herrlichem Blick über die umliegende Berge. Und für uns besonders wichtig es war sehr, sehr ruhig. Frühstücksbuffet war ordentlich zum sattwerden mit zig Wurst und Käsesorten, Brötchen, Schwarzbrot, Rührei, Spiegelei, Bakon, Joghurt, Müsli und Obst, Kaffee, Tee und Zuckersaft. Das Abendessen mit Suppe und Menüwahl und Nachspeise sehr schmackhaft, für die Vielesser aber zu wenig, hier sollte man unterwegs noch ein Lunch zwischendurch zu sich nehmen.

Wir wollten viel wandern, die umliegenden Hügel bis 1300 m boten viel Gelegenheit dafür. Unsere längste Wanderung führte uns über 18 km bis zur Elbquelle, die durch einen Betonring gekennzeichnet ist. Leider erinnerte das Ganze streckenweise an eine Volkswanderung, scheint ein beliebter Ausflugspunkt zu sein. Die meisten dürften aber bis auf wenige km mit dem Bus herangefahren sein, denn bei dem etwas beschwerlichen Abstieg wurde es dann doch weit leerer.

Wer mag kann allerdings auch mit den vielen Seilbahnen oder Bussen (ca. 3,50 Euro hoch und runter) zumindestens näher an die Attraktionen herankommen und auf etwas ebeneren Wegen wandeln. Nicht zu übersehen aber auch die Emissionsschäden auf den Kämmen aus vergangenen Tagen, es wird allerdings viel aufgeforstet und irgendwann wird auch das Geschichte sein. Vieles ist zum Nationalpark erklärt worden und darf nicht bzw. nur mit Sondergenehmigung befahren oder betreten werden.

Mit wandern allein war es jedoch noch nicht getan auch etwas Kultur musste her, so flogen wir noch aus, um einen Ausflug auf die Schneekoppe dem höchsten Berg Tschechiens mit 1600 m zu unternehmen, auch hier am Lift wieder voll, voll, voll. Trotz schlechtem Wetter und der Warnung, dass der Lift vielleicht nicht zurückfahren würde fuhren einige in Klapperlatschen und T-Shirt hoch. Viel Spass beim Abstieg wenn das Wetter dann umschlägt.

Daneben hiess es noch Trautenau und Hohenelbe zu besichtigen. Die Glashütte mit Bierverkostung und Museum haben wir genossen. Ein weiteres Highlight war die Besichtigung mit deutscher Führung des Schlosses Sychrov, sehr gut erhalten innen wie aussen.

Als Andenken haben wir uns eine Flasche Becherovka mitgebracht, soll ja gut bei Magenbeschwerden sein. Als Zugabe noch einige Blasen an den Füßen und einen blauen Zehnagel.

Schöner Urlaub, wenn auch das Wetter hätte besser sein könnte.