Malaysia
Oslo-Fjord
Venedig
Tegernsee Wallberg
Paris
Westschwedische Schären
Stockholm
Griechenland, Kefalonia, Myrtos Beach

Malaysia 18.02.1994 - 18.03.1994

Wie immer hatten wir uns vorher erkundigt wie es weitergeht und notwendige Transporte bereits besorgt. Also rauf auf das Schiff und ab nach Malaysia wo es ohne weitere Verzögerung nach einigen Grenzformalitäten an Land nach Langkawi ging. Nach der üblichen Suche fanden wir auch einen netten Bungalow direkt am Strand, der gerade von unseren Vorbesitzern geräumt worden war. Die Reinigung durch das Personal wurde gerade vorgenommen.

Nette Bucht mit Ausblick auf eine Luxusbungalowanlage. Auch hier haben wir uns wieder ein Motorrad gemietet um die Insel zu erkunden, üppiges Grün überall, viel gebirgiger als Thailand.Im Hauptort der Insel Kuah eine Moschee, einige Banken und Geschäfte. Ansonsten auch hier wieder viele Restaurants in denen man günstig und gut essen kann, wenn auch geschmacklich anders als in Thailand. Wir haben dann noch ein Bootsausflug gemacht zu einer nach oben offenen Höhle, zu der man unter einem Felsen durchschwimmen musste. Innen dann weißer Sandstrand und üppige Vegetation fast für uns allein.

Nachdem wir Langkawi erkundet haben sind wir dann nach Penang, wenig Natur dafür wieder voll touristisch. Hohe Betonburgen etc..  Es gibt jedoch so einige Gebiete, die noch ursprünglich geblieben sind. Wir konnten hier allerdings an Feierlichkeiten zu einem Fest teilnehmen. Haben so einiges besichtigt. Chinesen, Inder, Malaien und andere leben hier friedvoll nebeneinander, daher hatten wir auch keine Probleme unser typisches Travellerfood zu uns zu nehmen. In der Stadt selbst waren wir nur zu Fuß unterwegs, recht hügelig, aber man wird mit schönen Ausblicken belohnt. Da wir uns immer wieder mit dem Mofa ins Getümmel stürzen sind wir zum Kek Lok Si Tempel und haben auch den noch erkundet.

Weiter ging es dann zu den Cameron Highlands, dem Teeanbaugebiet schlechthin dort vor Ort. Die Temperatur ging dort oben rapide bergab. Gut dass wir für die Nacht unsere Schlafsäcke dabei hatten. Wir haben eine Teeplantage besichtigt, haben uns in einem Restaurant ein vergleichsweise teures Steambootessen geleistet und sind durch Dschungelgebiete getrampt.

Als nächstes haben wir uns nach Kuala Lumpur gewagt, Hauptstadt Malaysias. Zwar nicht ganz so schlimm wie in Bangkok ist der Verkehr hier aber doch recht beachtlich. Nichtsdestotrotz haben wir hier aber auch einige Sehenswürdigkeiten für würdig befunden wie das Sultan Abdul Samad Building, den historischen Bahnhof, einen riesigen botanischen Garten mit See und Schmetterlingsfarm. Mit dem Bus sind wir nach Shah Alam um die größte Moschee Malaysias zu besichtigen (Abdul-Aziz-Shah-Moschee). Auch hier wieder ein netter Park zu relaxen nach dem vielen Staub und Smog in Kuala Lumpur.

Zu Kuala Lumpur folgte nun als nächstes der krasse Gegensatz. Auf in den Taman Negara, ein angeblich 130 Millionen alter Nationalpark mit undurchdringlichen Dickicht und riesigen Mammutbäumen. Nachdem wir mit dem Bus in der Nähe angekommen sind mussten wir mit dem Boot einige Stunden einen Fluss entlang. Hier konnten wir das erste Mal unser Zelt nutzen und die Natur so direkt genießen umgeben von Blutegeln, die hier ähnlich wie bei unserem Dschungeltrek in Sumatra zu Tausenden vorkamen. Stehen bleiben war nicht zu empfehlen, schon krochen die Biester an unseren Trekkingschuhen hoch. Sehr schön auch der Weg ganz oben in den Bäumen über Strickleitern und Hängebrücken mit immer wieder tramhaften Ausblicken in den Regenwald. Und da oben gibt es keine Blutegel, die können nicht fliegen :). Mit der Fähre sind wir in das gegenüberliegende Dorf gefahren, kann man preiswerter essen als im Luxusresort mit teuren Chalets und Halbpension.

Nach ein paar Tagen hieß es wieder Abschied nehmen und weiter ging es zur anderen Seite Malaysias nach Kuantan und über Mersing auf die zauberhafte Insel Rawa Island. Wirklich nur ganz klein mit strahlend weißem Sandstrand, wieder türkis und grünschimmerndes Wasser mit Palmen, Besucherzahl limitiert von daher wirklich sehr ruhig.  Die Insel ist in Privatbesitz, daher kann man da auch nicht mit irgendeinem Boot hin, sondern muss über das Bookingoffice der Firma die Fähre buchen. Geht aber problemlos und wir waren in der Woche da ziemlich allein auf der Insel. Ist allerdings im Vergleich zu unseren sonstigen Ausgaben nicht ganz billig, aber wenn man die Schönheit und die Lage dieser Insel bedingt, dazu die beiden Boottransporte und Essen in Vollpension relativiert sich das ein wenig.

Nach ein paar Tagen hieß es auch hier wieder Abschied nehmen mit Kurs auf die nächste Insel Tioman. Das soll angeblich eine der 10 schönsten Inseln der Welt sein, aber im Vergleich mit Rawa Island ist das ein Witz, da war unserer Meinung selbst Koh Samui oder Koh Samet in Thailand schöner. Immerhin lange Sandstrände wenn auch nicht weiß , grüner  Dschungel. Klares Wasser allerdings und sehr Fischreich, gut zum schnorcheln.  Wir sind quer durch die Insel zu Fuß auf die andere Seite, ziemlich schweißtreibende Angelegenheit wegen der hohen Luftfeuchtigkeit aber lohnenswert. Wer mag kann um die Insel auch mit dem Schiff herum.

Zu unserer Zeit war gerade Fastenzeit, so dass es mit dem Essen etwas schwierig wurde, verhungert sind wir aber nicht.

Nachdem wir nun genug Inselleben genossen hatten, ging es zur nächst größeren Stadt Melaka, die wirklich sehenswert ist. Viele Überreste aus den Kolonialzeiten wie z.B. das holländische Rathaus in Rot, die Ruine der St. Paulkirche und Teile einer portugiesischen Festung. Ansonsten wieder viele Guesthouses, Chinatown alles was man so braucht.

Weiter geht es nach Singapore.